Katze in Flerke mehrfach angeschossen

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Karin Glinker (58) und ihre angeschossene Katze „Mau“.

FLERKE ▪ Karin Glinker (58) aus Flerke ist stinksauer. Dicke Tränen kullern über ihre Wangen. Ihre Katze „Mau“ ist schwer verwundert heim gekehrt. Sie wurde angeschossen, das Fersenbein ist von Schrotkugeln zerfetzt worden. Das Tier musste operiert werden und hat schlimme Schmerzen.

Die vier Jahre alte Katze war am 28. August, wie an jedem Tag, im Maisfeld unterwegs. Doch an diesem Tag war die Katze voller Blut. „Aus ihrem Fersenbein haben die Knochen geguckt“, sagt die 58 Jahre alte Flerkerin.

Der Mittelfuß war komplett durchgeschossen, über zehn Bleikugeln hat der Tierarzt bei seiner nächtlichen Erstversorgung festgestellt. 800 Euro hat die Operation gekostet, für die die Flerkerin nun alleine aufkommen muss. Vielleicht muss auch noch der Schwanz abgenommen werden, weil sich auch hier Kügelchen befinden, die der Arzt nicht entfernen kann. „Ich habe erst gedacht, sie wäre gebissen worden. Sie sah aus, als sei sie angefahren worden.“ Die Katze streune in der Nachbarschaft der Pappelallee durch die Maisfelder, weiter traut sie sich nicht. Hier muss irgendjemand gezielt auf das Kätzchen geschossen haben. „Dabei ist Schießen hier komplett verboten. Hier sind ja auch viele Kinder, wir sind doch nicht im Wilden Westen“, sagt Karin Glinker. Ihre Konsequenz: Sie will Flerke nach 30 Jahren verlassen.

„Ich halte es hier nicht mehr aus, dabei war hier immer meine Heimat“, sagt sie, holt tief Luft und ergänzt: „Das ist Wut, Trauer, das ist Machtlosigkeit.“ Das gesamte Jahr über hat die Flerkerin schlechte Nachrichten erhalten, erst ist ihr Mann gestorben, nun wird die Katze angegriffen. Bis zu acht Wochen muss die Katze jetzt in den Käfig. „Dabei ist sie ein Freigänger“, meint die tierliebe Frau aus Flerke, die auch immer wieder Ferienhunde bei sich aufnimmt.

Ihre Freundin und Nachbarin Marion Ziegert sagt: „So geht das doch nicht. Das muss breit getreten werden, man sollte ja noch schonungslos durchs Dorf gehen können.“ Die Frau hat eine Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt.

Hinweise an die Polizeidienststelle Welver unter Telefon 02384/649.

Quelle: Soester Anzeiger

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