Karl-Heinz Ricken will für zehn Jahre Bürgermeister in Welver werden: "Es gibt viel zu tun"

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Bürgermeister-Kandidat für Welver: Karl-Heinz Ricken, hinter ihm die Spitzen von CDU und BG, die seit einem Jahr an ihm dran sind und ihn unterstützen.

Welver – Gehandelt worden ist seit Name schon in der vergangenen Woche, seit Freitagabend ist es nun offiziell: Karl-Heinz Ricken, stellvertretender Bürgermeister und Kämmerer in Bad Sassendorf, bewirbt sich um das Bürgermeisteramt in Welver.

Von ihm, so sagen die ihn unterstützenden CDU und BG, versprechen sie sich Aufbruch, Kompetenz und ein ordentliches Miteinander im Welveraner Rathaus. 

Ricken, 61, Verwaltungswirt und seit über 31 Jahren im Kurort in leitenden Positionen unterwegs, lässt keinen Zweifel: Er schiele noch lange nicht auf die Pension, die ihn in wenigen Jahren erwarten könnte. Nein, er sei Zeit seines Lebens „immer für Herausforderungen“ zu haben gewesen und fühle sich mit Anfang 60 fit genug, zehn Jahre den Job in Welver zu machen. 

Dass der Mann Langstrecke kann und durchhält, wenn’s hart kommt, habe er immer wieder bewiesen: Etwa als er längst in Sassendorf in Amt und Würden war und „nach Feierabend ein Wirtschafts-Studium aufsattelte und das in Rekordzeit abschloss. Oder bei den 16 Marathons, die der nicht gerade hochgewachsene, aber umso drahtigere Sportler absolvierte. 

„Ich habe Lust auf Welver!“, sagt er. Nicht trotz, sondern wegen der Defizite: „Man spricht hier zu wenig miteinander, die Infrastruktur ist vernachlässigt worden, Rat und Bürgerschaft werden nicht ausreichend informiert und mitgenommen.“ Kennengelernt hat Ricken die Gemeinde tatsächlich schon von innen, als er vor drei Jahren, als händeringend ein Finanzfachmann benötigt wurde, für zehn Wochen einsprang. 

Der Kontakt riss nicht ab. „Wir haben schon vor einem Jahr jemanden gesucht, der uns helfen kann“, sagt CDU-Chef Matthias Droste, einen, der Kompetenz mitbringt und beiträgt, die politische Kultur in Ordnung zu bringen. Tim-Fabian Römer ist voll des Lobes: „Mit Ricken kandidiert ein fertiger Bürgermeister.“ 

So hat der tatsächlich schon im Kurort Gemeindewerke aufgebaut, die bei Strom und Gas heute Geld in die Kasse spülen. 

Ricken, verheiratet, drei Kinder – ein Sohn lebt sogar in Welver – hat seine Familie nicht sonderlich mit seinem Welver-Plan verblüfft. Als er ihr davon erzählte, hätten die Kinder mit Wissen um den Ehrgeiz ihres Vaters recht trocken reagiert: „Das haben wir uns schon gedacht.“

Quelle: Soester Anzeiger

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