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Investor plant Seniorenwohnanlage an Starenschleife

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Von: Dirk Wilms

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Das ist der Entwurf der Seniorenwohnanlage an der Starenschleife, über den die Welveraner Politik am Donnerstag befindet.
Das ist der Entwurf der Seniorenwohnanlage an der Starenschleife, über den die Welveraner Politik am Donnerstag befindet. © Gemeinde Welver

Während bei der Firma MD-Projekt in Erwitte die Experten über den Plänen für das Vorhaben auf dem Raiffeisengelände brüten; während die Beamten beim Regierungsbezirk in Arnsberg die Unterlagen prüfen, ob an der Ladestraße anstelle des Siloturms in nicht ferner Zeit Wohnungen, Praxen und Gastronomie entstehen kann; während all dieser Anstrengungen reift direkt nebenan ein Projekt, das für Welver von erheblicher Bedeutung wäre.

Auf dem zum Teil befestigten Parkplatz zwischen Bärbels Imbiss und der Starenschleife soll ein Gebäude entstehen für zwei Senioren-Wohngemeinschaften für jeweils acht bzw. neun Bewohnern sowie neun Wohnungen für Senioren. In dem gut 20 Meter breiten, etwa 17 Meter tiefen und gut 12 Meter hohen Haus sollen die von einem caritativen Anbieter gemanagten Wohngemeinschaften in Verbindung mit einer Pflegeeinrichtung im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss mit jeweils gut 380 Quadratmeter Wohnfläche eingerichtet werden.

Im zweiten Obergeschoss und im Dachgeschoss sind Ein- bis Dreiraum-Wohnungen zwischen 47 und gut 81 Quadratmetern Wohnfläche geplant. Insgesamt sollen fast 1 300 Quadratmeter Wohnfläche in dem dreieinhalbgeschossigen Gebäude auf dem Flurstück 357 entstehen. Am Donnerstag soll im Ausschuss für Gemeindeentwicklung, Planung, Natur und Klimaschutz über diesen Tagesordnungspunkt gesprochen werden.

Dabei ist für Verwaltung und Politik die Parkplatz-Situation der Knackpunkt. Zwölf Parkplätze muss der Bauherr nachweisen. Das gelingt durch sieben Stellplätze auf dem eigentlichen Grund und Boden. Fünf weitere Plätze werden per Baulast auf einem benachbarten Grundstück nachgewiesen. So weit geht die Gemeinde mit. Die Zuwegung aber stellt eine Hürde dar. Dem Vernehmen nach plant der Antragsteller eine Erschließung über den öffentlichen Parkplatz an der Starenschleife. Hiermit jedoch würden drei Stellplätze verloren gehen, was nicht im Sinne von Politik und Verwaltung ist.

Daher sieht der Beschlussvorschlag eine grundsätzliche Zustimmung zur Seniorenwohnanlage vor, lehnt aber in Anbetracht der gesamten Parkplatzsituation im Ortskern einen Eingriff in den Straßenkörper für eine Zufahrt ab, der öffentliche Parkplätze kosten würde. Es wird darauf verwiesen, dass es durchaus Alternativen für eine Zufahrt gebe, die allerdings je zwei Stellplätze auf dem Grundstück kosten würden. Die Wege würden entweder über den südöstlichen Anfangsbereich des vorhandenen Gehweg führen oder über die Zufahrt zwischen Rossmann und Imbiss.

Unkritisch sind weitere Punkte wie Überschreitung der Baugrenze um 60 Zentimeter hin zum Fußweg zwischen Apotheke und Starenschleife. Auch eine Befreiung von der festgesetzten geschlossenen Bebauung an der Seite hin zu Rossmann ist laut Gemeinde nachvollziehbar, zumal es in diesem Bereichen schon Befreiungen von der geschlossenen Bauweise gegeben hat.

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