So viele Kindergartenplätze werden in Welver und Borgeln benötigt

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In Welver und Borgeln muss angebaut werden.

Welver – Die meisten Eltern, die für ihre Nachwuchs einen Kindergartenplatz suchen, werden auch fündig – noch. Denn wie in den anderen Kommunen im Kreises Soest auch, wächst der Bedarf stetig.

Die Gemeinde muss zügig handeln, Investitionen von gut 1,2 Mio. Euro sind nach Berechnungen des Kreises Soest nötig. Der Ausbau des Platzangebotes macht nach Einschätzung des Kreisjugendamtes vor allen in den Ortsteilen Sinn, in denen auch die Grundschulen liegen. Also Welver und Borgeln. Wie das funktionieren kann, wird bereits geprüft. Kurzfristig soll der kommunale Kindergarten in Scheidingen um eine halbe Gruppe aufgestockt werden. Räumlich wäre das möglich. Doch damit ist es nicht getan. „Wir brauchen auch das nötige Personal“, betont Bürgermeister Uwe Schumacher. Ein Problem, das sich noch verschärft, wenn im Kindergarten Burgelon (Borgeln) und im Familienzentrum Tausendfüßler (Welver) erweitert wird – das Ganze im Wettbewerb mit vielen anderen Kommunen ringsherum. 

Der Schulausschuss will das Problem offensiv angehen. Auch, „wenn das ein dickes Brett ist, das es hier zu bohren gilt“, so Ratsherr Andrea Braun (CDU). Kämmerer Camillo Garzen hält das 1,2-Mio-Euro-Vorhaben grundsätzlich für stemmbar, auch wenn keine Hilfe von außen zu erwarten ist. Auf den vorderen Startplätzen für den Fördertopf des Landes liegen längst andere Kommunen. Vorübergehend könnte auch eine Ausnahmegenehmigung des Landes etwas größere Gruppen ermöglichen. „Was anderes ist im Augenblick kaum hinzubekommen“, sagt Ulrich du Mont vom Kreisjugendamt. Dezernatsleiterin Maria Schulte-Kellinghaus sieht Welver insgesamt schon ganz gut aufgestellt. Der unerwartete Kindersegen für den Kreis Soest sei zwar eine Herausforderung für alle Beteiligten, „aber doch eigentlich auch ein Grund zur Freude“. 

Derzeit werden 298 Ü3-Plätze benötigt, immerhin 282 sind tatsächlich auch vorhanden. „Alle werden versorgt, aber es ist eng“, resümiert deshalb Dumont – zumal die Nachfrage nach der der umfassenden 45-Stunden-Betreuung stetig zunimmt. 76 U3-Kinder werden in den Welveraner Einrichtungen außerdem betreut, hinzu kommen 48 in der Tagespflege. Steigende Kinderzahlen U3, eine höhere Nachfrage U2/U3, der Abbau von Zusatzplätzen sowie die geforderte Ausbauplanung von Plätzen für U2 zeigen nach Berechnungen des Kreises Soest ein Ausbauerfordernis von zunächst insgesamt 52 Plätzen. Die sollten möglichst bald geschaffen werden.

Quelle: Soester Anzeiger

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