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Hundehasser treibt sein Unwesen: Köder vergiften mehrere Vierbeiner

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Von: Dirk Wilms

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Im Norden der Gemeinde Welver treibt offenkundig ein Hundehasser sein Unwesen. Mehrere Hundebesitzer fürchteten in den vergangenen Tagen und Wochen um das Leben ihrer Vierbeiner, die offenbar Giftköder gefressen hatten.

Dinker/Nateln/Eilmsen - So berichtete Stefan Nolte aus Eilmsen, dass sein siebenjähriger Mischling am Samstagnachmittag nach einem Spaziergang in der Feldflur südlich von Eilmsen Krankheitssymptome entwickelte. „Luke hat gezittert und sich erbrochen“, berichtet Nolte, der daraufhin die Tierklinik in Ahlen ansteuerte. Dort diagnostizierten die Veterinäre sogleich eine Vergiftung. „Er hat Infusionen bekommen und Aktivkohle“, schildert Nolte, der seinen aus Rumänien stammenden Hund über Nacht in Ahlen lassen musste. Am Sonntag hatte sich Luke soweit erholt, dass er wieder heim nach Eilmsen geholt werden konnte.

Dinkers Ortsvorsteher Sebastian Schütz ist beunruhigt: „In den letzten Tagen gab es mehrere Hunde mit Vergiftungserscheinungen. Die Leute waren im Bereich rund um den Dinkerberg unterwegs. Heute wurde dann tatsächlich ein Giftköder mitten in Hündlingsen gefunden und der Polizei übergeben“, informierte er sogleich die anderen Ortsvorsteher und den Bürgermeister.

Britta Elbers freut sich, dass ihre zweijährige Rosi sich nach drei, vier Tagen wieder von der Vergiftung erholt hat auch auf dem Hof in Berksen herumtollt.
Britta Elbers freut sich, dass ihre zweijährige Rosi sich nach drei, vier Tagen wieder von der Vergiftung erholt hat auch auf dem Hof in Berksen herumtollt. © Dirk Wilms

Aus dem Polizeibericht geht hervor, dass eine Zeugin am Sonntag gegen 14.30 Uhr im Natelner Ortsteil ein rundes, fleischähnliches Bällchen entdeckt habe, das ihr Hund unter der Grasnarbe gefunden hätte. Da sie den Verdacht hatte, dass es sich um einen Giftköder handeln könnte, informierte sie die Polizei, die den Köder sicherstellte.

Schon vor einer Woche hatte Britta Elbers aus Berksen ähnliche Erfahrungen gemacht. „Wir waren mit unseren Pferden und Hunden von Hündlingsen aus über den Dinkerberg in Richtung Eilmsen unterwegs, die Hunde stöberten natürlich immer nach etwas Fressbarem. Als wir nach Hause kamen, fing unsere Rosi an zu zittern“, berichtet sie.

Sogleich steuerte sie mit dem zweijährigen Labrador-Mischling die Tierklinik in Ahlen an. „Fünf Stunden lag Rosi an der Infusion“, war Britta Elbers froh, dass sie nach der offenkundigen Vergiftung ihres Hundes früh genug tierärztliche Hilfe bekam. Denn abends konnte sie Rosi wieder mit nach Hause nehmen.

Sowohl Britta Elbers als auch Stefan Nolte haben aus ihrer Nachbarschaft schon von weiteren Vergiftungen in den vergangenen Wochen gehört; eine sogar mit tödlichem Ende. In diesem Fall sei der Köder sogar in einen Garten geworfen worden. Sie hoffen darauf, dass dem offenkundigen Hundehasser bald das Handwerk gelegt wird.

Die Polizei bittet um hilfreiche Hinweise und fordert: „Zeugen, die Personen beim Ablegen verdächtiger Lebensmittel beobachten, werden gebeten, die Polizei zu informieren.“

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