In Vellinghausen-Eilmsen

Heimatverein ist bald Geschichte

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Norbert Bartz, der erste Vorsitzende, ist gerade mit der Abwicklung des Heimatvereins beschäftigt.

Vellinghausen-Eilmsen – „Der Heimatverein befindet sich in Abwicklung“: Das stellt der erste Vorsitzende des Vereins, Norbert Bartz, fest. Ganz offiziell aufgelöst sei der Verein noch nicht, die Mitglieder hätten dem Schreiben der Vereinsspitze bezüglich der Auflösung aber nicht widersprochen.

Weil es aber ein e.V., also ein eingetragener Verein, sei, habe man Formalia zu beachten und sich etwa beim Vereinsregister in Arnsberg auszutragen und offiziell aufzulösen. Wahrscheinlich sei man dann im August so weit.

Wie berichtet, geht das Gebäude, das Heimathaus, dann wieder in den Besitz der Gemeinde Welver über. 

In den Startlöchern steht der Schützenverein, so Ortsvorsteher Frank Lukow. Die Schützen wollen übergangsweise in einen Nachfolgevertrag eintreten, um das Heimathaus als eine Art Dorfzentrum erhalten zu können, das habe die Gemeindeverwaltung auch schriftlich bekommen. 

Geplant ist letztendlich die Gründung eines Bürgervereins, so Lukow, der betont, die notwendigen Hausaufgaben gemacht zu haben.

Jetzt hat auch Norbert Bartz viel zu tun und zu regeln. Dazu kommt, dass er einiges noch verkaufen möchte. So sind im Erdgeschoss des Heimathauses in Vellinghausen etliche Exponate zusammen getragen worden. Einiges davon, vor allem mit historischem Bezug zur Geschichte des Ortes und der Börde, wird einen neuen Platz im Heimathaus in Welver finden. 

Etliche Exponate seien auch schon von den eigentlichen Besitzern abgeholt worden, viele Leihgaben wie etwa Meisterbriefe. Diese Meisterbriefe hängen imme noch in großer Zahl an der Wand des Heimathauses im Doppeldorf. 

Sie zeugen davon, wer im Ort welche beruflichen Etappen erreicht hat. Kunstvoll arrangierte Hochzeitsbilder, die reichhaltig verziert sind, oder Konfirmationsbriefe sowie alte Rechen- und Schreibmaschinen sind zu sehen.

Groß ist auch die Sammlung ausgestopfter Tiere. Eine Seidenfahne aus China, von der niemand mehr weiß, wie sie den Weg nach Vellinghausen gefunden hat, oder aber die figürliche Darstellung der historischen Schlacht, das alles sind Dinge, die es im Heimathaus noch zu bestaunen gibt.

Zu verkaufen, so Bartz, sind aber zum Beispiel die großen Vitrinen, in denen die Ausstellungsstücke noch gezeigt werden – und einiges mehr. Anfragen nehme er gerne entgegen. Der Erlös aus diesen Verkäufen soll dem Kindergarten in Dinker zukommen, das stehe so auch in den Vereinsstatuten, berichtet Bartz. 

Stolz ist Norbert Bartz auf die Ausgaben des Preußischen Landrechts und vieler historischer Amtsblätter. Aufgetürmt liegen sie im Heimathaus, einige aus dem Jahre 1919 und sogar ältere Exemplare.

Das werde er kategorisieren und dann dem Heimathaus in Welver zur Verfügung stellen. Was im ehemaligen Feuerwehrgerätehaus alles zu finden ist, davon hatte sich auch Welvers Bürgermeister ein Bild gemacht. 

Detlev Westphal von der Gemeindeverwaltung bestätigt, dass der Verein nun die rechtmäßige Auflösung initiieren müsse, dann komme die Gemeinde wieder ins Spiel.

Quelle: Soester Anzeiger

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