Gebäude für Bürger

Heimathaus im Doppeldorf: Schützenverein will übergangsweise einspringen

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Für die Nutzung des Heimathauses in Vellinghausen zeichnen sich neue Pläne ab.

Vellinghausen/Eilmsen – Nach dem Aus des Heimatvereins im Doppeldorf zum 1. Juni zeichnet sich eine Lösung für das Heimathaus ab. 

Wie Ortsvorsteher Frank Lukow berichtet, würde der Schützenverein gerne übergangsweise einen Nutzungsvertrag für das Gebäude unterschreiben – wenn die Gemeinde zustimmt. In Vellinghausen-Eilmsen soll zudem, sobald es möglich ist, ein Bürgerverein gegründet werden, der dann das Heimathaus übernehmen könnte.

Die Pandemie hat die Pläne durcheinandergewirbelt. Eigentlich sollte Ende August dieses Jahres ein großes Fest stattfinden. Zu diesem Anlass sollte, so Lukow, auch der Bürgerverein auf den Weg gebracht werden – die Corona-Krise stoppte diese Pläne, das Fest musste wie viele andere auch abgesagt werden. In der Zwischenzeit machte der Heimatverein sein Aus publik. Nun stand die Frage im Raum,was aus dem Heimathaus werden könnte, das der Verein zuvor von der Gemeinde übernommen hatte und das formal auch wieder an diese zurückgeht. 

Nahtloser Übergang

Lukow kontaktierte die Vereinsvertreter des Dorfes, um eine Möglichkeit zu finden, das Heimathaus zu erhalten. Jetzt habe man eine Lösung gefunden, die man der Verwaltung im Rathaus anbieten möchte. Übergangsweise könne der Schützenverein eintreten, eben bis ein Bürgerverein gegründet sei, an dem sich alle beteiligen könnten. Vertraglich sei man in der Lage, ab dem 1. Juni sozusagen „nahtlos“ weiterzumachen, eben mit dem Schützenverein. Das Dorf stehe parat. 

Schützenchef Udo Stehling bekräftigt den Wunsch, das Gebäude für die Bürger zu erhalten. Man habe sich die Entscheidung sicher nicht leicht gemacht, und eigentlich sei es ja geplant gewesen, gleich einen Bürgerverein zu gründen, der das hätte direkt verwirklichen können. Durch Corona müssen nun andere Wege beschritten werden, aber der Schützenverein sei Stehling zufolge bereit, für eine Übergangszeit einzutreten. Der Heimatverein aber solle in Ruhe seine Geschäfte abwickeln und sich ganz sicher nicht unter Druck gesetzt fühlen. 

Das Heimathaus sieht Udo Stehling wie auch Ortsvorsteher Frank Lukow als „Haus für das ganze Dorf“. Ideen seien vorhanden, dort könnten Besprechungen und Treffen abgehalten werden. Auch die Jugend könne dort aktiv werden, meint Stehling.

Das sagt der Bürgermeister zu den Plänen

Bürgermeister Uwe Schumacher ist der Schützenverein als Interessent bekannt. Das Heimathaus für das Dorf nutzen zu wollen, höre sich sehr vielversprechend an und sei eine „super Sache“. Rein formell allerdings müsse sich nun aber erst einmal der Heimatverein an die Gemeinde wenden. Noch liege nichts Schriftliches vor, wie etwa die offizielle Bestätigung der Auflösung, obwohl dafür ja auch noch genügend Zeit sei.

Quelle: Soester Anzeiger

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