Bördehalle: Den Schützen geht's nicht schnell genug

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Pokale für die Sieger der Vereinsmeisterschaften im Luftgewehrschießen gab es jetzt auf der Jahreshauptversammlung der Welveraner Schützen, das amtierende Königspaar Marius Marmulla und Johanna Teimann (5. und 6. von links), und die Vorsitzenden Stefan Pake (links) und Tim Knierbein (rechts) überreichte die Pokale. Mit den gewählten Vorstandsmitgliedern stellten sie sich zum Gruppenbild.

Welver – Das Thema stand offiziell gar nicht auf der Tagesordnung des Schützenvereines „Horrido“ Welver, dennoch erhitzten sich gerade bei der Frage nach dem aktuellen Stand zur Bördehalle die Gemüter bei der Jahreshauptversammlung. 2020 läuft bekanntlich der Pachtvertrag aus, die Zukunft des Vereinsmittelpunktes ist demnach ungewiss. 

Die Vorsitzenden Stefan Pake und Tim Knierbein gaben zunächst ihre Einschätzung der Situation an die Versammlung weiter. Sie erläuterten, dass sie in der Vergangenheit häufig den Kontakt zum Rat und zur Verwaltung gesucht und einige Gespräche mit Bürgermeister Uwe Schumacher sowie Detlef Westphal geführt haben.

 Ihnen sei vermittelt worden, dass das Thema Bördehalle aus dem anstehenden Wahlkampf herausgehalten werden soll. Auch beim geplanten Architektenwettbewerb bezüglich Neubau oder Sanierung habe sich noch gar nicht getan. „Die politische Unsicherheit führt dazu, dass zunächst nichts passiert. Die Schuld daran trägt noch nicht einmal die Verwaltung, unserem Gefühl nach ist es der Rat“, resümierte Knierbein verärgert. 

Hubert Schnieder führte an, dass das gesellschaftliche Leben in Welver immer weiter schwinde, die Schützen sollten sich weiter stark machen und ein Ultimatum an die Politiker stellen, gerade das Thema Bördehalle zu einem Wahlkampfthema zu machen – sonst passiere hinterher gar nichts mehr. Knierbein schätzt die Chancen nicht sehr hoch ein. „Der Rat besteht aus vielen Mitgliedern, die gar nichts mit dem Zentralort zu tun haben“, meint er. 

Aus der Versammlung kam der Vorschlag, letztendlich gar nicht mehr auf die Bördehalle zu setzen und das Schützenfest in einem Zelt zu feiern.

 Daneben standen aber auch Vorstandswahlen und die Ehrung der Sieger der Vereinsmeisterschaften im Luftgewehrschießen auf dem Programm. Wiederwahl lautete das Votum für die meisten der turnusmäßig zur Wahl stehenden Offiziere, Zugoffizier des II. Zugs, Peter Lückenkemper, stellte sich aus gesundheitlichen Gründen jedoch nicht erneut zur Wahl, auch Hartwig Nölle-Pier als Zugoffizier des III. Zugs kandidierte nicht erneut. Da die Blaskapelle Völlinghausen beim vergangenen Schützenfest den Vertrag mit den Schützen aus Welver beendete, wurde lange nach einer neuen Blaskapelle gesucht. Hier zeichnet sich eine Kooperation mit der Stadtkapelle Geseke ab, der Kontrakt soll in den nächsten Wochen unterzeichnet werden. Dies sei eine junge, dynamische Truppe, die aus rund 70 Musikern bestehe und zum Welveraner Schützenfest „einen Bus voll Musiker nach Welver schickt“. 

Zum Abschluss stellte Ingo Teimann den Antrag, ähnlich wie es in anderen Vereinen lange Tradition ist und das Zusammengehörigkeitsgefühl stärkt, nach den Versammlungen gemeinsam ein Lied zu singen. Sein Vorschlag: Grün und Weiß ist meine Schützengarnitur. Der Vorstand wird sich über diesen Vorschlag beraten.

Quelle: Soester Anzeiger

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