"Großes Tennis" in Welver: Es gibt Geld für Kunststoff-Plätze

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Seit 50 Jahren trainieren und spielen Welvers Tennisspieler auf Asche. Nun soll Kunststoff her und damit die Option, die Plätze dass ganze Jahr über nutzen zu können.

Welver – In Welver zeichnet sich „großes Tennis“ ab. Der TC Welver kann sich über 117 000 Euro vom Land freuen, mit denen er seine in die Jahr(zehnt)e gekommenen Plätze auf Vordermann bringen kann. Und er hat noch eine bestechende Idee.

Vielleicht winkt noch einmal eine solche Förderung, mit der sich eine Traglufthalle auf die sanierten Plätze bauen ließe und mit der man das ganze Jahr über spielen könnte. 

Die Freude ist allenthalben. Andrea Milz, die für Sport und Ehrenamt zuständige Staatssekretärin in Düsseldorf, sagt: „Ich freue mich, dass wir mit den nun erteilten Förderentscheidungen unseren Vereinen tatkräftig unter die Arme greifen können. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, einen spürbaren Beitrag zur Modernisierung unserer Sportstätten in Nordrhein-Westfalen zu leisten.“ 

Und Christoph Carnol, der zweite Vorsitzende des Tennisvereins Welver, freut sich ebenfalls und spricht von „einem Sechser im Lotto“, mit dem die ehrgeizigen Modernisierungs-Pläne für die Anlage nun in die Tat umgesetzt werden können. „Die vier ältesten der insgesamt sechs Plätze haben schon lange ihren Zenit überschritten.“ 

Demnächst feiern Welvers Tennisspieler ihr Goldjubiläum, 50 Jahre haben die Aschenplätze dann auf dem Buckel, ohne dass sie jemals gründlich saniert worden wären. „Der ganze Unterbau samt Drainage ist fällig“, berichtet der Vize. Nach einem kräftigen Regenschauer sei der Platz geflutet, das Wasser ziehe auch nach Stunden nicht ab, so mancher Spieltag musste deswegen bereits abgebrochen werden. 

Doch anstelle einer „klassischen Renovierung“ schwebt dem Tennisclub eine deutlich attraktivere Alternative vor: Er will einen Kunststoff-Belag mit Granulat auftragen lassen. Damit wären die Plätze ganzjährig bespielbar. Der gesamte Unterbau – mal abgesehen von der handbreiten Aschenschicht ganz oben – könnte liegen bleiben. 

„Die Firmen versichern uns, bei einem Kunststoff-Auftrag werde das Regenwasser abgeleitet“, sagt Carnol. Der Verein könnte sich zudem das aufwendige Herrichten der Plätze im Frühjahr sparen (alte Asche abtragen, neue aufbringen und rollen, rollen, rollen), und er wäre ökologisch auf der sicheren Seite: Das Sprengen mit unzähligen Kubikmetern Frischwasser im Sommer wäre nicht mehr erforderlich. 

Einmal auf den Geschmack gekommen, denken die Welveraner Tennisspieler jetzt sogar über den Bau einer Traglufthalle nach, um tatsächlich die Plätze auch wintertags nutzen zu können. So viel Optimismus kommt nicht von ungefähr. 

Der Tennis Club, berichtet Carnol, hat rund 80 aktive Tennisspieler und listet elf Teams auf, die um Punkte und Meisterschaften kämpfen. Vor allem aber: „Wir haben sehr viele Jugendliche.“

Quelle: Soester Anzeiger

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