„Es gibt Alternativen“

„An dieser Windkraftanlage – genau zwischen Merklingsen und Schwefe gelegen – wäre die Installation einer Mobilfunkantenne möglich“, erklären (von links) Manfred Heinatz, Marlies Bruns, Lilo Heinatz und Michael Lamprecht

SCHWEFE ▪ Die Schwefer Initiative gegen den Bau eines Mobilfunkmasten auf einer Anhöhe westlich von Schwefe (Flurstück 348) lässt nicht locker: Bei der Suche nach einem Alternativ-Standort war die Gruppe um Michael Lamprecht, Marlies Bruns, Manfred und Lilo Heinatz jetzt offenbar erfolgreich.

So hat ein privater Betreiber von zwei der insgesamt acht Windkraftanlagen im Bereich der Konzentrationsfläche für Windräder zwischen Schwefe und Merklingsen bekundet, die Installation einer Mobilfunkantenne an einen seiner Masten nicht verweigern zu wollen. Selbst dem Bau eines separaten Mobilfunkmasten direkt neben seine Windräder würde er zustimmen, „wenn es nicht anders ginge“, so Heinatz. Immerhin sei der private Betreiber auch gleichzeitig der Eigentümer der Flächen, auf denen die zwei Anlagen stehen.

Damit hebelt die Schwefer Bürgerinitiative die zuletzt im Bauausschuss geäußerte Behauptung aus, alle Betreiber von Windanlagen zwischen Merklingsen und Schwefe lehnten eine Mobilfunkanlage an ihren Windrädern kategorisch ab – aus technischen Gründen. Auch war im Ausschuss gesagt worden, keiner der Grundeigentümer hätte ein Interesse daran, innerhalb der Konzentrationsfläche für Windräder einen separaten Mobilfunkmasten zu bauen.

Das Gegenteil ist nun der Fall – ein Erfolg also für die Bürgerinitiative, die sich auch auf die Aussagen von Matthias Kynast, dem Betreiber des „Bürgerwind Schwefe“-Windrads“ an gleicher Stelle, beruft. „Das Argument war, dass ein Windrad stets dann abgestellt werden muss, wenn etwas an der Antenne repariert werden muss“, erklärt Heinatz. „Genau dieses Risiko will der private Betreiber nun aber in Kauf nehmen. Das heißt, er ist dazu bereit, seine Windräder abzustellen, falls Arbeiten an der Antenne anfallen sollten.“ Längst existierten in Ense, Möhnesee und auch in Flerke solche kombinierten Anlagen – „und offenbar scheint das gut zu funktionieren“, bekräftigt Heinatz.

Quelle: Soester Anzeiger

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