Start für Salzbach-Umbau im Herbst

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Der Bereich am Salzbach steht bereits unter Naturschutz.

Illingen – Mit der Renaturierung des Salzbaches bei Illingen will der Kreis Soest das Ahse-Projekt „Lebendige Bördebäche“ fortsetzen.

 Mit diesem Projekt sollen alle Gewässer im Einzugsgebiet der Ahse in den guten ökologischen Zustand nach der Europäischer Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) gebracht werden. Start war vor etwa zehn Jahren.

Am Salzbach in Illingen hat die Wasserwirtschaft des Kreises Soest mit Hilfe der Bezirksregierung Arnsberg eine Fläche erworben, die nun für die Renaturierung zur Verfügung steht. Der Salzbach soll im betreffenden Bereich mit fünf neuen Schleifen um 280 Meter länger werden. Die Ufer werden strukturreich gestaltet und das Profil wird in dem für Bördebäche typischen Kastenprofil mit senkrechten Uferkanten erstellt. An fünf Stellen wird der alte Gewässerlauf verdämmt oder verschlossen, um das Wasser in den neuen Bachlauf zu leiten. Auf ca. 1000 Metern soll die Uferbefestigung entlang des Unterhaltungsweges entfernt werden, um durch die sogenannte „Entfesselung“ eine natürliche Gewässerentwicklung zu fördern. In dem neuen Gewässerlauf aber auch im Altverlauf wird zudem Totholz eingebaut. Totholz ist ein wichtiges Strukturelement im Gewässer, es dient Fischen als Unterstand, führt zu unterschiedlichen Strömungsbereichen und ist Lebensraum und Nahrungsgrundlage für viele Kleinlebewesen. 

Auch andere Tiere und Pflanzen sollen sich im natürlicheren Lebensraum wieder wohlfühlen. Bewusst soll sich die Natur vor allem ohne menschliche Hilfe ihren Platz zurückerobern. Eine besondere Bedeutung kommt dabei tatsächlich den Bäumen zu. Je älter sie werden, desto mehr Schatten und auch Totholz entsteht im Laufe der Zeit. Das ist ein langsamer Prozess“, weiß Annette Kühlmann, Landschaftsarchitektin von der Unteren Wasserbehörde. Wie es in einigen Jahren im renaturierten Bereich aussehen könnte, lässt sich jetzt schon am Bachabschnitt Kortemühle ablesen. Dort wurden vor fünf Jahren ähnliche Arbeiten vorgenommen. Die Kosten des aktuellen Projektes werden zurzeit auf 370 000 Euro geschätzt. Die Maßnahme wird mit 80 Prozent durch das Land NRW gefördert. Nachdem jetzt die Planfeststellung für diese beabsichtigte Maßnahme vorliegt, kann der mündlich bereits zugesagte Zuschuss bei der Bezirksregierung in Arnsberg offiziell beantragt werden. Die Durchführung der Renaturierungsmaßnahme sei für den Herbst diesen Jahres geplant, so Kreis-Pressesprecher Wilhelm Müschenborn. In der Vergangenheit hatte es in dem Gebiet immer wieder Probleme gegeben, weil dort gegrillt wurde – oft mit entsprechendem Müllaufkommen.

Quelle: Soester Anzeiger

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