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Zuschüsse zum Erhalt privater Denkmäler

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Von: Michael Dülberg

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 Sie wollen Denkmäler fördern lassen: Frauke Niedermeier (links) und Alicia Sommer von der Gemeinde rufen Privatleute auf, Fördergelder für den Erhalt von Denkmälern im Privatbesitz abzurufen.
Sie wollen Denkmäler fördern lassen: Frauke Niedermeier (links) und Alicia Sommer von der Gemeinde rufen Privatleute auf, Fördergelder für den Erhalt von Denkmälern im Privatbesitz abzurufen. © Dülberg

Ein paar heimische Denkmäler kann jeder, doch die Gemeinde hat noch deutlich mehr zu bieten als diese.

Welver – Die Wasserburg Haus Nehlen in Berwicke, die Burg Vellinghausen in Vellinghausen und die Hofanlage Gut Lohhof bei Recklingsen sind wohl die bekanntesten Denkmäler in der Gemeinde Welver.

Aber es gibt auch eine Reihe von schicken alten Fachwerkhäusern und Bauernhöfen, die unter Denkmalschutz gestellt wurden, einige davon sind die Zierde von Kirchwelver, andere weit verstreut in der Fläche.

76 Baudenkmäler in den 21 Dörfern

Insgesamt zählt Frauke Niedermeier, in der Gemeindeverwaltung tätig unter anderem für die „Untere Denkmalbehörde“, 76 Baudenkmäler in den 21 Dörfern und Bauerschaften der Großgemeinde. Einige davon sind öffentliche Gebäude, andere in kirchlicher Hand, die meisten stehen jedoch im bürgerlichen Privatbesitz. Letztere können jetzt mit Fördermitteln zur Erhaltung und Optimierung ihrer privaten Denkmäler rechnen, denn die Gemeinde Welver beantragt in Zukunft Fördermittel für private Denkmaleigentümer.

Erstmals möchte die Gemeinde Welver im kommenden Jahr 2022 am Denkmalförderprogramm des Landes NRW teilnehmen und möchte für das Jahr 2022 Pauschalzuweisungen zur Förderung von Denkmalschutz- und Denkmalpflegemaßnahmen beantragen. Es werden im Welveraner Haushalt aus diesem Grund auch eigene Fördermittel bereitgestellt, für die die Gemeinde dann zusätzliche Landesmittel erhält.

Zuschuss von bis zu 50 Prozent

Die Gemeinde möchte den Welveraner Denkmaleigentümern die Chance auf kommunale Fördermittel ermöglichen, selbst für kleine Maßnahmen, die durch die üblichen Förderprogramme meistens nicht abgedeckt werden können.

Förderfähig sind alle kleineren Maßnahmen zur Erhaltung und Instandsetzung von Denkmälern, die im Einzelfall mindestens 200 Euro betragen müssen und den Betrag von 10.000 Euro nicht überschreiten dürfen. Antragsteller können einen Zuschuss von bis zu 50 Prozent erhalten.

Frist bis zum 1. September

Die Gemeinde möchte alle Interessierten dazu aufrufen, sich bei Bedarf zu melden, damit die benötigen Mittel beantragt und die Höhe der kommunalen Haushaltsmittel sichergestellt werden können.

Für eine reibungslose Antragstellung stellt die Gemeinde auf ihrer Homepage ein Formular zur Verfügung, das bis zum 1. September 2021 bei der Unteren Denkmalbehörde der Gemeinde, also im Rathaus am Markt einzureichen ist.

Kontakt
Gemeinde Welver, Frauke Niedermeier, 02384/51 305, E-Mail: rathaus@welver.de

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