Damm soll Brücke am Salzbach ersetzen

Welver - Die Sanierung der maroden Gemeindebrücken wird ein teuer Spaß. In einem Fall zeichnet sich jetzt eine kostengünstige Lösung ab.

Die Salzbachquerung am Rand des Biotops in Scheidingen und Illingen könnte in einen Damm verwandelt werden. Kostenpunkt: 42 000 Euro. Die Herstellung einer neuen Brücke einschließlich Abbruch der alten würde nach aktueller Schätzung bei etwa 282 000 Euro liegen. Mitspielen müsste dazu allerdings der Landschaftsbeirat des Kreises Soest, weil zumindest mittelbar das Biotop mit dem seltenen Röhricht betroffen ist – wenn auch am äußersten Ende. Und da wachsen die Uferpflanzen glücklicherweise nicht. „Nach Einschätzung unseres Gutachters ist der Eingriff daher vertretbar“, so Bau-Fachbereichsleiter Markus Hückelheim. Der Gang durch die Instanzen dürfte den Bau allerdings in die Länge ziehen. Hückelheim geht davon aus, dass es mindestens Herbst wird, bis die Arbeiten starten. 

Dann soll die vorhandene Brücke bis auf die Widerlager demontiert und ein Damm aufgeschüttet werden. Hierzu muss ein Ingenieurbüro beauftragt werden, das die Vorplanung mit der Unteren Landschaftsbehörde (Kreis Soest) abstimmt. 

Nach den bei einer Prüfung im Winter festgestellten schweren Schäden war die Brücke über dem Biotop im Bereich Salzbachweg/Im Mühlenfeld gesperrt worden. Der Ausschuss für Bau- und Feuerwehr hat dem Rat bereits einstimmig empfohlen, die Wiederherstellung des Salzbachweges über dem Biotop als Dammschüttung vorzunehmen. Die Verwaltung soll demnach beauftragt werden, die Vorbereitungen zu beginnen und die Zustimmung der Unteren Landschaftsbehörde und des Landschaftsbeirates einzuholen. Die Maßnahme soll mit 42 000 Euro Kosten für das Haushaltsjahr 2019 eingeplant werden. 

Endgültig grünes Licht soll der Rat in seiner Sitzung am kommenden Mittwoch (18 Uhr) geben. Falls das Genehmigungsverfahren wider erwarten schneller über die Bühne geht, kann nach Einschätzung Hückelheims schon früher mit dem Bau begonnen werden. Das dürfte die Nutzer freuen: Das Bauwerk ist nämlich für den Autoverkehr weiter tabu. 

Quelle: Soester Anzeiger

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