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Flerke und Klotingen kooperieren

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Von: Dirk Wilms

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Dorothe Dudek-Boxall und Hendrik Hanisch treiben die Kooperation zwischen Flerke und Klotingen voran.
Dorothe Dudek-Boxall und Hendrik Hanisch treiben die Kooperation zwischen Flerke und Klotingen voran. © Dirk Wilms

Sie sind beide neu im Amt, dienen in zwei Dörfern als Ortsvorsteher. Was liegt da näher, als direkte Nachbarn mal die Köpfe zusammenzustecken, um über eine enge Kooperation in den nächsten Jahren nachzudenken.

Klotingen/Flerke - Dorothe Dudek-Boxall aus Flerke, wo die CDU-Frau seit einem Jahr als Ortsvorsteherin fungiert, und Hendrik Hanisch aus Klotingen, wo der junge BG-Mann diesen Posten seit zwölf Monaten innehat, machten schon bei der jüngsten Bundestagswahl Job-Sharing. Da es in Flerke kein Wahllokal mehr gab, gingen Klotinger und Flerker gemeinsam im Bürgerhaus in Klotingen zur Wahl; die beiden Ortsvorsteher fungierten abwechselnd als Wahlvorstand. Gut möglich, dass dies im Mai bei der Landtagswahl wieder der Fall sein wird.

Auch im Vorfeld des Volkstrauertages sprachen sie sich ab. Denn es zeichnete sich ab, dass die Feierlichkeiten nicht im gewohnten Rahmen würden stattfinden können. „Als wir Absagen von den Kyffhäusern bekommen hatten und auch von den Sängern, war klar, dass wir weder Musik haben würden noch viele Festredner“, skizzierte Dudek-Boxall die Situation.

„Wir haben uns daher abgestimmt, dass wir unsere Gedenkfeiern in ähnlichem Rahmen durchführen“, sprachen sich die beiden Ortsvorsteher Hanisch zufolge ab. Schließlich wollte keiner ein schlechtes Gewissen haben, dem Anlass nicht gerecht geworden zu sein.

Bis auf kurze Reden der beiden neuen Amtsinhaber gab es in kleinem Rahmen also kein Programm, weder in Klotingen noch in Flerke. „Für 2022 aber wollen wir uns etwas einfallen lassen, was dem Anlass würdig erscheint“, haben sie sich vorgenommen, sich abzustimmen für den Volkstrauertag im nächsten Jahr.

„Die Tradition soll erhalten bleiben“, so Dudek-Boxall. „Auch von den Kirchen war zu hören, dass die Feierlichkeiten bestehen bleiben sollen.“ Hanisch betont: „Es ist wichtig, stets daran zu erinnern, welches Leid damals geschehen ist, damit wir aufpassen, dass so etwas nicht wieder passiert.“

Die Absprache der beiden Ortsvorsteher sollen sich nicht auf den Volkstrauertag beschränken – im Gegenteil. Ein ganz wichtiger Punkt bei der Zusammenarbeit der beiden Ortsteile wird die Feuerwehr sein. Die Zusammenlegung der Löschgruppen vollzieht sich nach und nach, bis das neue Feuerwehrgerätehaus für beide Ortsteile am westlichen Ortsausgang von Klotingen entsteht. Im nächsten Jahr könnte mit dem Bau begonnen werden.

„Es gab schon direkten Austausch bei den Gruppenabenden“, so Hanisch, der selber der Feuerwehr beigetreten ist. „Die Löschgruppe Flerke ist froh, dass es zur Zusammenlegung mit Klotingen kommt“, weiß Dorothe Dudek-Boxall von den Blauröcken aus ihrem Dorf, dass andere Alternativen nicht in Frage gekommen wären. Inzwischen zählen die beiden Löschgruppen 38 Mitglieder.

Die beiden Ortsvorsteher, die dankbar sind, dass ihre Vorgänger Wilfried Starb und Jürgen Supe bei der Amtsübergabe so hilfreich gewesen seien, würden in Absprache mit der Feuerwehr die Einweihung des Gerätehauses zu gern groß feiern, um die Bevölkerung beider Ortsteile zusammenzubringen.

„Wir wollen dazu beitragen, dass die Feuerwehr gut zusammenwächst“, so Dudek-Boxall und Hanisch unisono. Sie selber arbeiten schon gut zusammen. „Wir unterstützen uns gegenseitig, rufen uns an, wenn Fragen auftauchen“, schreiben sie das Wort Kooperation ganz groß.

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