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Feuerwehr beharrt auf Standort

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Von: Dirk Wilms

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Auf diesem Gelände am westlichen Ortsrand wünscht sich die Feuerwehr ihr künftiges Gerätehaus in Schwefe.
Auf diesem Gelände am westlichen Ortsrand wünscht sich die Feuerwehr ihr künftiges Gerätehaus in Schwefe. © Dirk Wilms

„Gut Ding will Weile haben!“ Bürgermeister Camillo Garzen bemüht eine alte Volksweisheit, wenn er auf das Thema Feuerwehrgerätehaus in Schwefe angesprochen wird. „Wir sind weiterhin in Gesprächen, müssen viele Faktoren berücksichtigen“, setzt er aber darauf, dass nach den Sommerferien der Deckel in Schwefe ebenso auf das Thema gemacht werden kann wie vor den Ferien in Scheidingen, Klotingen, Borgeln und Berwicke geschehen.

Schwefe – Die Freiwillige Feuerwehr hatte ihre Haltung vor der jüngsten Sitzung des Ältestenrates noch einmal verdeutlicht. „Wenn wir eine leistungsfähige Feuerwehr für Schwefe und die benachbarten Ortsteile erhalten wollen, muss das neue Feuerwehrgerätehaus am Ortsausgang von Schwefe in Richtung Einecke, Eineckerholsen gebaut werden!“ Diese klare Aussage traf Dirk Steinweg, Wehrführer der Feuerwehr in der Gemeinde, nach einer Besprechung aller Löschgruppenführer. Eine entsprechende Stellungnahme ist der Verwaltung zugegangen.

„Wir müssen alle drei Löschgruppen zusammenhalten“, betont Steinweg die Bedeutung des Standorts gerade für seine Kameraden aus Einecke und Eineckerholsen. Für sie ist die Positionierung des neuen Gerätehauses in der Nähe des Soestweges am westlichen Ortsausgang alternativlos. Die in der Ratssitzung Ende Juni ins Gespräch gebrachte Variante am Hohen Weg, also weiter südlich Richtung Merklingsen, ist für die Feuerwehr keine akzeptable Alternative.

Steinweg macht deutlich, dass dieser Standort den Nachteil mit sich bringe, dass die im Notfall aus Einecke und Eineckerholsen anrückenden Kräfte zunächst die Hauptkreuzung in Schwefe vor der Gaststätte Hillefeld passieren müssten, um zum Hohen Weg zu gelangen. Das koste wertvolle Sekunden.

Ebenso müssten die Hilfsfristen in alle Richtungen beachtet werden, wie Sven Kranepuhl, Zugführer aus Einecke, erläuterte. Auch hier ginge vom Hohen Weg aus Zeit verloren, wenn der Notfall – wie im Juni beim Starkregen – in Einecke oder Eineckerholsen eintritt. Vom Ortsausgang aus wären alle Ortsteile innerhalb der gesetzten Fristen erreichbar. „Da zählt doch jede Minute. Daher machen auch wenige hundert Meter schon eine Menge aus“, betont Kranepuhl. „Wir wären sehr enttäuscht, wenn es nicht zu dem geplanten Standort kommen würde.“

In den vergangenen Jahren war ein Gelände direkt nördlich des Soestweges favorisiert worden; doch schied dies wegen der zu geringen Größe aus, nachdem entschieden worden war, dass die Löschgruppe Einecke nach Schwefe gehen soll. Die Hoffnung, auf der gegenüberliegenden Südseite des Soestweges am Ortseingang von Schwefe bauen zu können, wurde dadurch zunichte gemacht, dass dieses Gelände als Vogelschutzgebiet ausgewiesen ist. Der Kreis ließ in diesem Punkt nicht mit sich verhandeln.

Auch aus diesen Naturschutz-Gründen schied eine Positionierung des Gerätehauses auf der „grünen Wiese“ aus. Geografisch hätte es in die Nähe von Eineckerholsen platziert werden müssen, da von dort alle betroffenen Dörfer – auch Merklingsen und Ehningsen zählen dazu – am besten erreichbar wären.

BG-Fraktionschef Tim-Fabian Römer, in Personalunion Ortsvorsteher von Schwefe, erklärte, dass in den jüngsten Sitzungen von Hauptausschuss und Rat die Fraktionen von CDU und BG mit ihren Anträgen gescheitert waren, das Feuerwehrgerätehaus in Schwefe nahe des Soestweges zu errichten.

Für den Standort am Hohen Weg sprach sich Uli Irmer, SPD-Ratsherr aus Schwefe, aus. Er verweist auf die Lage direkt an einer Hauptstraße. „Die andere Lösung ist nur die zweitbeste“, argumentiert er. Denn beim Standort zwischen Soestweg und Schwefer Straße wäre der Ausbau des Wirtschaftsweges unabdingbar. Damit wären mehr Kosten verbunden als am Hohen Weg.

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