Prognose: Beide Grundschulen haben eine Zukunft

+
Welveraner Kinder gehen auch in Zukunft in Welver zur Schule - zumindest bis Klasse 5.

Welver – Welver kann sich in den kommenden Jahren auf eine stabile Zahl von Grundschülern einstellen – rund 100 pro Jahrgang – als Basis für eine eigene weiterführende Schule reicht das allerdings nicht.

Das geht aus dem aktuellen Schulentwicklungsplan hervor, den die „Projektgruppe Bildung und Region“ (Biregio, Bonn) im Juni erstellt hat. Denkbar allerdings: Eine Kooperation. 

Das Signal „Wir meinen es mit dem Angebot einer weiterführenden Schule für Welver ernst“ hat Beigeordneter Camillo Garzen von Politikern deshalb eingefordert - und in der letzten Ratssitzung am 2. Oktober auch einstimmig erhalten. Der Auftrag der Politik an die Verwaltung: Sondierungsgespräche mit den umliegenden Kommunen und Schulträgern führen, mit dem Ziel einer Kooperation. Welver soll dabei als Teilstandort einer weiterführenden Schule festgelegt werden. Was unverbindlich klingt, hat doch eine sehr handfeste Komponente: Die endgültige Absage an eine komplett eigene weiterführenden Schule. 

Genau das war ursprünglich die Idee – wie die Daten der Bonner Experten jetzt zeigen: eine unrealistische. Im Schulentwicklungsplan heißt es abschließend klipp und klar: Die Gründung einer eigenständigen weiterführenden Schule ist „nicht möglich“. Die Kooperation mit Nachbarkommunen sei allerdings denkbar. Dann müssten die vorgegebenen Mindestschülerzahlen durch beide Kommunen zusammen nachgewiesen werden. 

Wenn ein weiterführender Schulstandort in der Gemeinde Welver gewünscht sei, sollten regionale Gespräche mit den Nachbarkommunen geführt werden. Dabei bieten sich Soest, Werl, Bad Sassendorf und Lippetal an. In diese vier Kommunen pendeln bereits jetzt die meisten Schüler – 75 zum Gymnasium und 100 zur Gesamtschule. 

Auch, wenn es für eine ganz eigenständige weiterführende Schule nicht reicht: Der Schulentwicklungsplan attestiert eine „sehr stabile demografische Entwicklung der Kinderzahlen“. Mittelfristig seien zwischen 89 und 118 Einschulungen in den Grundschulen jährlich zu erwarten, rund 100 Kinder pro Jahrgang langfristig. Die Empfehlung: Die qualitative Entwicklung der Grundschulstandorte weiter verfolgen. Die Grundschule Bernhard-Honkamp wird auch in Zukunft etwas mehr als 250 Kinder unterrichten. Die Schule bewegt sich demnach dauerhaft zwischen einer Zwei- und einer Dreizügigkeit. 

Die Grundschule Borgeln wird zwar wieder mehr Schüler unterrichten, aber deutlich unter 200 Schülern bleiben, so die Prognose. Sie sei daher als „sehr stabil zweizügig“ zu sehen.

 Für eine trendgewichtete Prognose ist die Gesamtentwicklung der letzten Jahrzehnte mit entscheidend. Insgesamt hat die Gemeinde Welver 3,5 Prozent an Einwohnern seit der Jahrtausendwende verloren. Aktuell geht der Trend aber wieder in eine positive Richtung.

Quelle: Soester Anzeiger

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare