Feuerwehrgerätehaus steht im Weg

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Für einen Neubau der OGS (Gebäude rechts) müsste das Feuerwehrgerätehaus (links) weichen. Foto: Dülberg

Welver – Die Bernhard-Honkamp-Grundschule hat gravierende Mängel und muss grundlegend modernisiert werden. Diese Information war nicht der einzige dicke Brocken, den die Planer vom Büro Pesch und Partner jetzt dem Rat vorlegten. Es kam noch mehr: Die Offene Ganztagsschule (OGS) ist zu klein und muss erweitert werden. Das soll rund sechs Millionen Euro kosten. Aber der Erweiterung steht das Feuerwehrgerätehaus am Finkenweg im Wege. Voraussichtlich muss es abgerissen und nach Kirchwelver verlegt werden. 

Planungsbüro entwickelt Konzept

Das Büro Pesch und Partner war beauftragt worden, ein Konzept zu entwickeln, um das so genannte Schulquartier zwischen Finkenweg, Reiherstraße und Im Hagen in das Innerstädtische Entwicklungskonzept (ISEK) für Welver zu integrieren. Dabei sollen die Bedürfnisse von Grundschule, VHS, OGS, Musikschule, Lehrschwimmbecken und Feuerwehr berücksichtigt werden. Im Mai hatte dazu ein gemeinsames Werkstattgespräch mit allen beteiligten Einrichtungen stattgefunden. Auf der Grundlage der Ergebnisse hat das Planungsbüro Varianten für die Umsetzung eines modernen Schulquartiers erarbeitet. In diese Varianten sind ist auch die Bestandsaufnahme der Räume der Bernhard-Honkamp-Schule eingeflossen..

Klassenzimmer zu klein

Die Planer stellten einen „generellen Sanierungsbedarf“ fest. Die Klassen- und Nebenräume in der der Grundschule seien viel zu klein. Zukunftsweisende Lernformen seien hier nicht möglich, machten sie deutlich. Sie bemängelten auch, dass jeder Eingang eine Treppe hat. Barrierefrei sieht anders aus. In das Obergeschoss kommt man nur über die Treppe, ein Aufzug ist Fehlanzeige. Die Aula ist nach Ansicht der Planer viel zu klein und im Obergeschoss schlecht erreichbar. Auch auf dem Schulhof-Gelände, bei den Freiflächen und bei den Lehrerparkplätzen machten die Planer Gestaltungsdefizite aus: „Alles ist beengt und wird den Anforderungen an eine Schule von heute nicht mehr gerecht.“ Daher bestehe ein Modernisierungsstau und Sanierungsbedarf, hieß es. 

Abreißen und neu bauen

Eine Verbesserung der Grundschule-Situation sei nur durch den Abriss eines Teils der Schule eine Erweiterung der Offenen Ganztags-Grundschule zu erreichen, sagen die Planer vom Büro Pesch und Partner. Sie schlagen drei Optionen vor: . Abriss und Erweiterung der OGS, dort Unterbringung aller OGS-Räume in einem Gebäude, . Abriss und Erweiterung des Westtrakts; Teilabriss des Westtrakts der Honkamp Schule, zweigeschossiger Neubau, Aula im Erdgeschoss. . Abriss und Erweiterung des Mitteltrakts. Der Vorschlag der Planer sieht als Kombination einen Teilabriss des Mitteltraktes, einen zweigeschossigen Erweiterungsbau und Anbau eines Foyers, sowie den Neubau einer größeren OGS. 

Kosten rund 6 Millionen Euro

Die Kosten bezifferte der Planer „grob“ auf rund sechs Millionen Euro, davon 125 000 Euro für einen Architekten-Wettbewerb, fünf Millionen Baukosten und rund 860 000 Euro Planungskosten. Notwendig seien jetzt ein Gutachten über den Zustand und den Sanierungsbedarf mit Blick auf Schadstoffe Anschließend müsse es einen Architekten-Wettbewerb, geben, der den Raumbedarf der Einrichtungen berücksichtigt. Gebaut werden soll in verschiedenen Abschnitten, um durchgehend Unterricht zu gewährleisten.

ISEK-Förderung sorgt für Zeitdruck

Um das Projekt ins ISEK zu bekommen – und damit bis zu 75 Prozent Zuschüsse zu den förderfähigen Kosten zu erhalten – muss der Rat bis Ende September entscheiden, was er will. Bauamts-Leiter Detlev Westphal: „Der Antrag bei der Bezirksregierung muss bis Ende September gestellt sein.“ Daher sollen sich jetzt noch einmal die Fraktionen und die Fachausschüsse intensiv mit den Themen befassen und möglicherweise bei einer Sonderratssitzung im September die Entscheidung fällen. Die Förderung könnte dann Mitte 2020 entschieden werden, sagte Kämmerer Camillo Garzen.

Quelle: Soester Anzeiger

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