Beim Brandschutz wird's brenzlig

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Die Feuerwehr steht vor einer ungewissen Zukunft

Welver –  Die Gemeinde braucht dringend ein Konzept, wie es mit der Feuerwehr in den nächsten fünf Jahren weitergehen soll. Bisher konnte man sich weder auf Schutzziele oder Zielerreichungsgrade, noch Standorte verständigen.

Jetzt soll der Rat – nächste turnusmäßige Sitzung ist am 10. Juli – all diese Fragen in einem Grundsatzbeschluss klären. „Butter bei die Fische“ statt „Rumgeeiere“ hatte Beigeordneter Camillo Garzen schon vor zwei Monaten vehement angemahnt. Bereits seit 2014 ist ein neuer Brandschutzbedarfsplan für Welver überfällig. Den Weg zur Neufassung soll der Feuerwehrausschuss in seiner Sitzung in der nächsten Woche (Dienstag, 28. Mai, 17 Uhr, Ratssaal) in einem Vier-Punkte-Beschluss bereiten. Darin geht es um Festlegung der zulässigen Eintreffzeit bei einem kritischen Wohnungsbrand. Im Raum steht eine Spanne von acht bis 13 Minuten mit einer Stärke von neun bis 15 Funktionen. 

Gleichzeitig muss die Quote festgeschrieben werden, wie oft dieses Ziel tatsächlich erreicht werden soll. Einhellige Meinung ist, dass die Feuerwehr in einer Flächengemeinde wie Welver niemals 100 Prozent schaffen kann. 

Daraus ergibt sich zwangsläufig die Festlegung der künftigen Standorte. Zudem muss die Finanzierung verbindlich geklärt sein – unabhängig davon, in welcher Finanzsituation sich die Gemeinde in den nächsten Jahren befindet. Die Fraktionen hatten bisher einen Beschluss über den längst vorliegenden Entwurf abgelehnt – zuletzt wurde die Angelegenheit im Hauptausschuss am 13. Februar ohne Beratung von der Tagesordnung genommen. 

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Als Ergebnis eines Informationsgespräches zwischen der Verwaltungsführung, dem Führungsteam der Feuerwehr Welver und den Fraktionsvorsitzenden der im Rat vertretenen Parteien vom 9. Mai soll jetzt eine Überprüfung der bisherigen Beschlusslage und die weitere Beratung im zuständigen Fachausschuss erfolgen. 

Die Verwaltung formulierte ihre Erwartung in der Sitzungsvorlage so: „Ziel der Beratungen ist ein Grundsatzbeschluss des Rates über den Brandschutzbedarfsplan, womit die Verwaltung konkret beauftragt werden soll, unter Berücksichtigung der vier Kernaussagen zu der Schutzzieldefinition/Eintreffzeit, dem Zielerreichungsgrad, der Standortvarianten und der Sicherstellung der finanziellen Ausstattung nach den Festlegungen in einem Maßnahmenplan tätig zu werden.“ 

Zur Erinnerung: Die Gemeinde ist zur Erstellung eines Brandschutzbedarfsplanes verpflichtet. Zeit wird’s allemal.

Quelle: Soester Anzeiger

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