Jutta Mir Haschemi-Röber und Ernst-Dieter Röber

Dafür wollen diese beiden einen Solarpark errichten

+
Wollen einen Solarpark bauen: Jutta Mir Haschemi-Röber und Ernst-Dieter Röber aus Hamm vor dem Grundstück hinter der Bahntrasse.

Klotingen – „Die Fläche unseres Solarparks macht ja nur 0,03 Prozent der rund 5500 Hektar Ackerland in der Gemeinde Welver aus“, sagen Jutta Mir Haschemi-Röben und Ernst-Dieter Röben. 

Sie wollen auf einem etwa 1,5 Hektar großen Feld an der Bahnlinie Soest-Hamm zwischen dem Dorf Klotingen und Welver eine Freiflächen-Solaranlage errichten, um damit im Ort 7,5 Kilowatt Strom bei Westnetz einzuspeisen. 

Die Politiker im Rat Welvers haben bei der Entwicklung die Planungshoheit, denn das Vorhaben ist nicht privilegiert. Sie wollen demnächst entscheiden, ob sie das Projekt unterstützen sollen. 

Flächennutzungsplan ändern?

Dann müssten sie eine Änderung des Flächennutzungsplans beantragen und umsetzen, denn die Fläche ist derzeit noch der Landwirtschaft gewidmet. 

Zuletzt wurde die Angelegenheit mit der „Sonnenenergie auf dem Acker“ in Welvers Planungsausschuss beraten und dort in die Fraktionen verwiesen, um dort zunächst intern Meinungsbildung zu betreiben. 

Dabei geht es einerseits um die Grundsatzentscheidung, ob „Solarparks“ in der Gemeinde Welver zugelassen werden sollten und falls es Zustimmung gibt, sinnvoller Weise eine Flächenbegrenzung festzulegen, denn wertvolles Ackerland sollte nicht in beliebiger Größe „bebaut“ werden.

Es geht nicht nur ums Geld

 Für Jutta Mir Haschemi-Röben ist der Solarpark nicht nur eine Gewinn bringende Investition. Ihr und ihrem Mann geht es auch darum, etwas Sinnvolles gegen den Klimawandel zu tun. 

Da sei Solarenergie als besonders umweltfreundlich zu betrachten. Zudem liege die Fläche ja zum einen unmittelbar an der Bahnlinie, zum anderen werde sie aufgrund der Auflagen des Kreises Soest mit als „Bienenweide“ mit Insekten-freundlichen Gräsern, Blumen und Kräutern bepflanzt. 

So werde auch die Umgebung durch vermehrtes Vorkommen von Bestäubern profitieren. Die Röbens waren auch schon bei der Unteren Landschaftsbehörde beim Kreis Soest vorstellig. Dort habe man bescheinigt, dass die Fläche für den Solarpark relativ gut geeignet sei. 

Vorreiter bei regenerativer Energie

Zu Welver passe sie auch, zumal die Gemeinde mit ihren 29 Windkraftanlagen in Sachen regenerative Energie ein Vorreiter sei. Besonderer Vorteil der Flächen-Solaranlage ist laut den Investoren zudem ihre Rückführbarkeit. 

Werde die Anlage in Zukunft einmal abgeschaltet, müssten lediglich die Haltepfosten aus der Erde gezogen und mitsamt den Solar-Modulen entsorgt werden. 

Der Acker könne danach wieder ohne Einschränkungen für die Landwirtschaft genutzt werden. Ernst-Dieter Röben betont zudem, dass die Anlage bereits nach zwei Jahren Stromgewinnung eine positive ökologische Bilanz aufweise.

Quelle: Soester Anzeiger

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare