Flerker bangen um ihren Bürgertreff

Flerke - Von außen eher unscheinbar, ist der Bürgertreff in Flerke drinnen umso lebendiger. Hier werden Geburtstage gefeiert, Vorträge gehalten und Vereinsversammlungen abgehalten. Seit rund zwei rund zwei Jahren schwebt das Damoklesschwert eines Verkaufs über den Köpfen der Nutzer.

 „Ohne Bürgertreff wäre das Dorfleben am Ende“, ist Ortsvorsteher Jürgen Supe überzeugt. „Hier kommen die Menschen zusammen, eine Alternative gibt es schlicht nicht.“ Statt gepflegtem Zusammenhalt würde es zur Grüppchenbildung kommen, wenn es den Anlaufpunkt nicht mehr gibt, fürchtet er.

 Der Eigentümer bietet das um 1900 erbaute Gebäude schon seit Längerem an, aktuell zum Preis von 150 000 Euro – als „gute Kapitalanlage“ an. Zum Objekt, der ehemaligen Gaststätte „Zum Freistuhl“ gehört eine Einliegerwohnung sowie ein angrenzendes, ehemaliges Stallgebäude, das 1970 zu einem Dreifamilienhaus umgebaut wurde. Der von der Dorfgemeinschaft Flerke genutzte Gaststättenbereich verfügt über eine Nutzfläche von ca. 179 Quadratmetern. Seit geraumer Zeit sehen sich Supe und andere Dorfbewohner nach neuen Möglichkeiten um. Mehrere Plätze für einen Neubau waren bereits in der Auswahl, doch zur Realisierung kam es nicht. „Mal lag es am Vogelschutzgebiet, mal am Widerstand von Nachbarn“, resümiert Supe. Was bleibt, ist das andere bauliche Unikum in Flerke, die vereineigene Halle des TV Flerke. Die liegt allerdings weniger zentral und ist als ständiger Treff für ein lebendiges Dorfleben wohl nicht geeignet. 

Und gerade das hat auch die Bewertungskommission beim Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ vor zwei Jahren in ihrem Bericht hervorgehoben. Dort heißt es: „Über das Jahr verteilt finden unterschiedliche Veranstaltungen für alle Generation statt. Die meisten Bewohner fühlen sich mit dem Dorf verbunden und leben gerne im Ort.“ Der Mittelpunkt befinde sich dabei klar im Bereich des Dorfgemeinschaftshauses und des Feuerwehrgerätehauses. Wenn es nach Jürgen Supe geht: Noch lange.

Quelle: Soester Anzeiger

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare