Sorge um spielende Kinder bei den Anwohnern in Welveraner Straßen

Auch in 30er-Zonen wird gerast

Auch am Hachenbruch nehmen es manche Autofahrer mit dem Tempolimit nicht so ganz genau.
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Auch am Hachenbruch nehmen es manche Autofahrer mit dem Tempolimit nicht so ganz genau.

Die Rücksichtslosigkeit, mit der sich einige Zeitgenossen über heimische Straßen bewegen, nervt nicht nur die Anwohner der Bahnhofstraße und Beckumer Straße, über die der Anzeiger in der vergangenen Woche berichtet hatte.

Welver - Schon in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses war das Tempo auf einigen Straßen Thema. Und auch in den sozialen Medien und in den Kommentarspalten in der Online-Präsenz dieser Zeitung beschweren sich etliche Welveraner über die Zustände auf den Straßen der Gemeinde.

So fragte Michael Schulte von der CDU im jüngsten Hauptausschuss nach, inwieweit die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer in Höhe des neuen Feuerwehrgerätehauses in Dinker kontrolliert werde. Es befindet sich am Hellweg unmittelbar vor dem Ortseingangsschild. Hier sind der Kreis Soest und Straßen NRW am Zug.

Monika Korn von der FDP wies auf die Gefahren für kleine Kinder im Bereich der Straßen Am Hachenbruch und Rossbierke hin, wo die Gemeinde zuständig ist. „Hier müsste mal das Tempo kontrolliert werden.“ Dabei schwebt der ehemaligen Ortsvorsteherin vor, dass an den benannten Stellen die Geschwindigkeitstafeln aufgestellt werden. Die Gemeinde verfügt über zwei dieser Messgeräte.

„Seit die Straße dort verbreitert worden ist, halten sich immer häufiger Autofahrer nicht an die zulässigen 30 km/h“, weiß sie von Anwohnern, die sich Sorgen um ihre Kinder machen, die am Rande der Straße spielen oder mit dem Fahrrad fahren. „Es ist wirklich dringend, dass da was geschieht“, mahnt sie, dass es nicht erst zu einem schlimmen Unfall kommen darf. Selbst hat sie in der Erlenstraße, wo sie als Anliegerin selbst betroffen ist, schon erlebt, dass ihr jemand sehr dicht aufgefahren ist, wenn sie sich ans Tempolimit gehalten hat.

Die Problematik an der Bahnhofstraße ist ebenfalls bestens geläufig. „Hier gab es ja schon einmal eine Petition seitens der Bewohner des Seniorenzentrums. Da ist aber nichts passiert. Vielleicht sollte man es erneut versuchen“, ruft sie in Erinnerung, dass damals Zebrastreifen als Überquerungshilfen der L747 im Gespräch waren. Verkehrszählungen seitens der Landesbehörde hatten aber ergeben, dass dort nicht genügend Fahrzeuge fahren, um eine solche Maßnahme zu rechtfertigen.

In einem Beitrag in den sozialen Medien zum Anzeiger-Bericht aus der Vorwoche über die Situation an dieser Hauptdurchgangsstraße äußert sich Bernd Schütter. Zur Kreuzung von Bahnhofstraße und Erlenstraße direkt beim griechischen Restaurant schreibt er: „Die kommen von Kirchwelver angeballert wie die Bekloppten!“ Leonie Müller schreibt, dass es in der Werler Straße nicht anders sei, während Doris Rousseau fürchtet, dass es in der Luisenstraße gegenüber der Einfahrt Hermann-Löns-Straße irgendwann mal ordentlich knallen würde.

Eine Userin schreibt: „Die Raserei in der Buchenstraße ist nicht anders. Da wird noch auf der schönen geraden Strecke so richtig beschleunigt, dass man manchmal an die 100 Sachen drauf hat.“ Ganz besonders auch Motorradfahrer seien da ziemlich rücksichtslos. „Wenn man auf dem schmalen Bürgersteig zu zweit nebeneinander geht, muss noch aufpassen, dass man nicht vom Auto mitgerissen wird.“ Lkw würden auch brettern „wie die Bekloppten durch die Buchenstraße, dass sogar die Fenster im alten Haus meiner Oma richtig wackeln.“

Sie fordert, dass öfter Blitzer aufgestellt werden. Dazu meint Chris Eckelt: „Das Problem besteht doch in Welver genauso wie in den Ortsteilen. Die Gemeinde, der Kreis und Straßen NRW interessiert es überhaupt nicht. Da sollte sich die Politik mal einmischen, aber die halten in solchen Fällen die Füße still.“ Das fürchtet auch ein weiterer User: „In der Scheidinger Straße ist das auch so, aber auch da wird nichts getan. Außer dass es von allen (Gemeinde, Straßen NRW) ignoriert wird. Darüber freuen sich die rücksichtslosen Menschen (Raser) natürlich.“

Thomas Sellnau gibt in einem Kommentar folgenden Hinweis: „In Werl gilt ab letztem Kreisel Richtung Wickede bis zum griechischen Imbiss trotz intensiverer Bebauung als in Welver und wenigstens doppeltem Verkehrsaufkommen Tempo 30.“ Er ergänzt: „Ich fahre öfter nach Wickede und bin immer wieder überrascht, wie diszipliniert auf dieser Straße gefahren wird.“

Hier ist auch ein weiterer Kommentator oft unterwegs: „Ich fahre da jeden Tag im vierten Gang, ohne Gas zu geben, genau 30. Besser kann es nicht sein. Aber bei uns in der Tempo-30-Zone wird gerast, dass sich die Tassen aus dem Schrank selbst auf den Tisch bewegen.“

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