Mitmachzirkus

Zirkusprojekt stärkt das Selbstbewusstsein der Kinder

Die Jungen und Mädchen der OGS der Bernhard-Honkamp-Schule waren mit Feuereifer beim Zirkusprojekt dabei.
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Die Jungen und Mädchen der OGS der Bernhard-Honkamp-Schule waren mit Feuereifer beim Zirkusprojekt dabei.

Der Lockdown hat auch das Zirkusprojekt an der Bernhard-Honkamp-Schule früher als geplant zum Stoppen gebracht: Noch weit vor Weihnachten reisten die Zirkusleute ab. Nicht aber, ohne doch tiefe Spuren hinterlassen zu haben. „Man konnte sehen, wie die Kinder wachsen“, freut sich Stefanie Weis, Leiterin der Offenen Ganztagsschule (OGS), über das, was in den Wochen seit Anfang November passiert ist. Die Kinder seien traurig gewesen, dass die Zirkusleute abreisen mussten, trotzdem wolle man aber alles daransetzten, dass die Kinder eine Aufführung bekommen, in welcher Form auch immer – Corona-bedingt sicher auf digitale Weise. Aber dennoch mit Kostüm und dem „richtigen Vorhang“ für die Manege. Der Zirkus habe ein Kamera-Team, die seien fit und könnten das bestimmt auf den Weg bringen, so Stefanie Weis.

Welver - In den Wochen, in denen die Kinder der OGS an den Nachmittagen am Zirkus-Projekt teilnehmen konnten, sei viel passiert. Stattgefunden haben die Stunden mit den Akteuren des Mitmachzirkus „Soluna“ aus Köln jeweils in der Turnhalle der Schule. Alle Kinder hätten gesagt: „Wir gehen in den Zirkus“, nicht „wir gehen in die Turnhalle“, beschreibt Stefanie Weis, wie sehr sich die Mädchen und Jungen mit dem Projekt identifiziert hätten.

Zu Beginn habe jedes Kind alles ausprobieren können, was zur Verfügung stand, um am Ende zu entscheiden, was sie in der Manege zeigen wollen. Die Schüler wurden in Gruppen eingeteilt und in jeder Gruppe sei eine einzigartige, altersgemäße Show entstanden. Die Zirkuspädagogen und Mitarbeiter der OGS waren immer dabei, haben unterstützt und beraten. Da wurde dann unter anderem mit Tüchern und Tellern jongliert, Artistik mit Leitern eingeübt, gezaubert oder am Vertikaltuch oder Trapez trainiert. Da liefen die Kinder über Scherben oder legten sich nach guter alter Fakir-Manier auf Glasscherben – und auch mit Feuer wurde Beeindruckendes geprobt. Einzeln oder zu mehreren haben sich die Mädchen und Jungen die Übung ausgesucht, an der sie weiter arbeiten wollten. Natürlich eigentlich mit dem Ziel, auch eine Aufführung zu planen, um der Schulgemeinde und den Eltern zu zeigen, was geprobt wurde. Jeden Tag wurde eine Abschlussrunde gemacht, in denen die ersten Erfolge gezeigt werden konnten.

Durch den Applaus der anderen seien die Kinder garantiert gleich um mehrere Zentimeter gewachsen, berichtet Stefanie Weis. Dieses Projekt sei schon alleine deshalb etwas Außergewöhnliches im Schulleben gewesen, weil es auch nur für die Kinder der OGS angeboten worden sei. Seit Anfang November habe man deutlich sehen können, was die Mädchen und Jungen bewege und was sie aus der Zeit mitnehmen. Es habe ausnahmslos positive Rückmeldungen der Eltern gegeben, die Kinder seien entspannter und ausgeglichener, glücklich, das sei ganz oft die Rückmeldung gewesen. Viel mehr Selbstbewusstsein und ein größeres Selbstwertgefühl hätten sie bekommen, das sei sehr positiv für die Förderung eines jeden einzelnen.

Mit Feuereifer und Begeisterung hätten die Kinder mitgemacht, berichtet Stefanie Weis. An ihrem eigenen Trainingstag seien sie sogar ausnahmsweise ein paar Stunden länger in der Schule gewesen – dann aber ohne auch noch Hausaufgaben machen zu müssen, schmunzelt Weis. „Ich ziehe ein absolut positives Fazit“, meint Stefanie Weis. Nun bleibt noch die Hoffnung darauf, eine digitale Aufführung zeigen zu können. Auswirkungen auf die Wunschzettel in Welvers Haushalten hatte die Zeit mit dem Mitmachzirkus aber allemal. Wie zu erfahren war, habe sich das ein oder andere Kind bei der Suche nach dem, was man sich zu Weihnachten wünschen könne, durchaus inspirieren lassen, lächelt Stefanie Weis. Da kann man doch hoffen, dass unter etlichen Weihnachtsbäumen Zirkus-Utensilien zu finden waren.

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