DB plant ab Mai Baumaßnahmen in Welver

Lärmschutzwände an der Bahnlinie

Ab Mai werden die Lärmschutzwände in Welver gebaut.
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Ab Mai werden die Lärmschutzwände in Welver gebaut.

Welver – Ohne die Bahn gäbe es Welver gar nicht. Als am 1. Oktober 1850 der erste Zug auf die Gleise zwischen Hamm und Warburg gesetzt wurde, dampfte und zischte es aus der Lokomotive auch in der Niederbörde. Zwischen Meyerich und Kirchwelver wurde ein Bahnhof gebaut, um ihn herum entwickelte sich ein Dorf, das über Jahrzehnte von der Eisenbahn geprägt.

Heute erinnert nur noch wenig als die damaligen Glanzzeiten. Doch ein wichtiger Baustein für die Infrastruktur der Gemeinde ist die Bahn geblieben. Und damit eben auch die Emissionen, die mit dem Betrieb verbunden sind. Dem rückt die Deutsche Bahn nun entschlossen entgegen. Wie andernorts schon geschehen, werden Lärmschutzwände die Bewohner der Niederbörde demnächst weitgehend von den lautstarken Emissionen der Züge fernhalten, die über die Strecke zwischen Hamm und Soest rauschen.
Ein großes Schild an der Ladestraße gegenüber vom Bauhof kündigt an, wer was plant. Die DB Netz AG mit Sitz in Köln fungiert als Bauherr der Großprojekte im Westen, zu denen auch die Lärmsanierung der Bahnstrecken in ganz Nordrhein-Westfalen zählt. Als ausführende Firma wurde die Johann Bunte GmbH aus Essen gewonnen, die erste Spuren im Welveraner Boden hinterlassen hat. Denn mit hölzernen Stäben wurde schon die künftige Positionierung der Lärmschutzwände markiert.
Der Pressestelle der DB in Düsseldorf zufolge werden in Welver in diesem Jahr zwei Schallschutzwände gebaut. Sie bestehen aus hochschallabsorbierendem Aluminium und haben eine Gesamtlänge von rund 1,8 Kilometern sowie eine Höhe von drei Metern über Schienenoberkante. Die Wände werden sowohl nördlich als auch südlich der Bahn verlaufen.
In Borgeln sind keine Wände geplant. Als Lärmschutz der Anwohner werden passive Schutzvorkehrungen umgesetzt; beispielsweise Lärmschutzfenster oder schalldämmende Lüfter.
Auf Basis der schalltechnischen Berechnungen wird untersucht, welche Lärmschutzmaßnahmen am effektivsten sind und somit angewendet werden können. Die Deutsche Bahn wird die Anwohner noch informieren.
Die vorbereitenden Baugrunduntersuchungen starten ab Freitag, 7. Mai. Die Hauptarbeiten beginnen voraussichtlich ab Anfang Juli. Die Deutsche Bahn geht davon aus, dass die Schallschutzwände bis Ende November fertiggestellt sein werden. Das betrifft nicht den Bereich direkt um den Haltepunkts im Zentralort. Dieser wird in den Jahren 2023 und 2024 komplett umgebaut; entsprechend werden zwei Teilstücke der beiden gegenüberliegenden Wände in diesen Jahren errichtet.

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