Christina Gollmann

Neue Klima-Managerin: „Welver hat Potenzial“

Christina Gollmann ist neue Klimamanagerin bei der Gemeinde Welver.
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Christina Gollmann ist neue Klimamanagerin bei der Gemeinde Welver.

Bis fast in den hintersten Winkel sollte sich herumgesprochen haben, dass der Klimawandel gravierenden Einfluss auf das Leben der Menschen haben wird und schon hat.

Welver - Hierzulande gibt es kaum ernstzunehmende Stimmen, die leugnen, dass die Temperaturen immer höher, die Böden immer trockener und die Unwetter immer häufiger werden. Darauf zu reagieren, ist auch eine Aufgabe einer Kommune wie Welver. Daher hat mit Christina Gollmann Anfang des Monats eine Klimamanagerin ihren Dienst bei der Gemeinde angetreten.

„Die Ereignisse in den vergangenen Wochen haben gezeigt, dass es einen Anpassungsbedarf gibt. Wir müssen Vorsorge betreiben, damit beispielsweise nach solchen Sturzfluten nicht erneut Keller ausgepumpt oder Straßen vom Schlamm gereinigt werden müssen“, skizziert die 29-Jährige einen Teil ihres vielfältigen Aufgabenbereichs anhand der Geschehnisse in Einecke an Fronleichnam.

„Welver hat Potenzial in allen Bereichen“, sieht sie Handlungsbedarf in Sachen Klimaschutz, Energie-Effizienz, Klimaresilienz und Anpassung an den Klimawandel. So sei es zu nicht wegzudiskutieren, dass Starkregenereignisse wie in diesem Monat sich häufen könnten. Es müsse aber dafür gesorgt, dass die Schäden minimiert werden.

Betrifft dies das Thema Anpassung, hat sie auch Maßnahmen auf der Agenda, die CO2-Emissionen zu verringern. Dazu zählen für sie auch bauliche Veränderungen an versiegelten Flächen und öffentlichen Gebäuden. Grünstreifen auf Parkplätzen sind da ebenso zu nennen wie Dachbegrünungen auf öffentlichen Gebäuden. In diesem Bereich ist die Arbeit hilfreich, die unlängst die Studentin Carolin Mohs als Praktikantin geleistet hatte. Auch die Elektromobilität spielt für Christina Gollmann eine wichtige Rolle – ob auf zwei oder auf vier Rädern.

Einbringen wird Christina Gollmann ihr Wissen, das sie als Studentin der Raumplanung an der Technischen Universität Dortmund erworben hat, auch im Hinblick auf ein Klimaschutz-Teilkonzept, das eben auch Felder wie den Verkehr beinhaltet. Das integrierte Anpassungsgesetz dient dabei als Entscheidungs-Grundlage. Zunächst aber verschafft sie sich einen Überblick, um daraus einen Fahrplan für die nächsten Jahre und Monate zu entwickeln.

Da diese Aufgabe viel Zeit in Anspruch nehmen wird, wurde Christina Gollmann unbefristet unter Vertrag genommen. Die aus Bonn stammende Klimamanagerin der Gemeinde Welver hat an der TU Dortmund ihren Master 2017 mit dem Schwerpunkt Freiraum und Umweltplanung gemacht, anschließend als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU und bei einem privaten Planungsbüro gearbeitet.

Von dort in eine Gemeinde wie Welver zu gehen, bedeutet für die 29-Jährige, ihre theoretischen Kenntnisse vor Ort in die Praxis umzusetzen. „Den Städten und Gemeinden kommt die Schlüsselrolle zu“, weiß sie um die Bedeutung der kommunalen Ebene bei der Bewältigung der Klimakrise. Ihr Part sei es, ihr Wissen in den Umsetzungsprozess vor Ort einzubringen.

Bürgermeister Garzen weiß um die Herkules-Aufgabe, die auf der kommunalen Ebene und damit auch in Welver zu bewältigen ist: „Wir stehen vor einem Marathonlauf und sind noch nicht einmal aus den Startlöchern. Wir können nicht zaubern, müssen das Thema Klimaschutz ganzheitlich anpacken.“ Er setzt er darauf, dass es mit Christina Gollmann gelingt, auch den Bürgern die Notwendigkeit der Anpassungsmaßnahmen nahezubringen. Schließlich reichen sie weit ins Private hinein, wenn Steingärten, Plastikzäune etc. betrachtet werden.

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