Kandidat für das Bürgermeisteramt

Camillo Garzen verspricht "gläsernes Rathaus" und will viele Thema anpacken

Zur Wahlkampftour startet Camillo Garzen auf dem Rad am Rathaus in Welver. Er möchte hier im September Bürgermeister werden.
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Zur Wahlkampftour startet Camillo Garzen auf dem Rad am Rathaus in Welver. Er möchte hier im September Bürgermeister werden.

Ein "bunter Strauß an vielen Herausforderungen" habe der kommende Bürgermeister von Welver, glaubt Camillo Garzen - und genau das will er werden.

Welver – Einen „klassischen Wahlkampf“ auch in Corona-Zeiten, aber natürlich mit den hygienischen Vorgaben, die es zu beachten gilt, den möchte Camillo Garzen in Welver führen. Am Sonntag, 13. September, ist er einer von vier Kandidaten, der sich in Westfalens Mitte um den Chefposten im Rathaus bewirbt und bei den Wählern punkten möchte. 

Camillo Garzen, der bisher als Kämmerer der Gemeinde ganz sicher kein Unbekannter ist, hat gleich drei Fraktionen hinter sich geschart: SPD, FDP und Grüne, die ihn als Kandidat unterstützen. Analog und digital solle der Wahlkampf außerdem werden, eine neue Homepage gehe online – ein „gesunder Mix von allem“, denn der Bürger wolle den Kandidaten schließlich kennenlernen, betont Garzen. Deswegen gehe er auch ab Mitte Juni verstärkt in die Ortsteile, auf dem Rad zur Rundfahrt. Das machen zwei seiner Mitbewerber auch. 

Man sei viel greifbarer, sieht der Rheinländer Garzen, der schon seit drei Jahren vor Ort ist, die Vorteile der Tour durch die Ortsteile klar auf der Hand; Vertreter der unterstützenden Fraktionen führen mit, alle fänden die Aktion gut. Themen sind für Garzen unter anderem die Wirtschaftsförderung, die Gemeindeentwicklung, die „Gemeinde als Arbeitgeber“ und auch der Klimaschutz. Auf den Touren wolle man sich ansehen, welche Probleme die Menschen vor Ort bewegen. Die verschiedenen Parteiprogramme sieht er nicht als Hindernis, Entscheidungen sollten eh im Sinne Welvers gefällt werden. 

Auf die teils turbulenten Zeiten in der Gemeinde und in den Gremien angesprochen ist der 51-Jährige überzeugt, dass „wir in der nächsten Wahlperiode zwar kontrovers diskutieren, aber zielgerichtet“. Man müsse mit vielen reden, auch kontrovers, sich aber später immer noch in die Augen schauen können. Ein starker Bürgermeister könne hier ausgleichend wirken und das wolle er auch, schließlich könne er viele Erfahrungen mitbringen. 

In Welver bemerke er einen großen Aufholbedarf. Es gebe einfach viele Themen, die wichtig seien. Großprojekte seien sicherlich der Bahnhof, ISEK, die Feuerwehrgerätehäuser, Kitas, Schulen und auch Baugebiete, damit Welver gut aufgestellt sei. 

Zeitnah viele Dinge anzugehen, das sei gefordert. Garzen ist sicher, dass er einen „bunten Strauß an vielen Herausforderungen“ in der Hand halte. „Wir können aus Welver ein Schmuckstück machen, wenn wir an einem Strang ziehen“, ist Camillo Garzen von den Qualitäten der Gemeinde überzeugt. Dazu sei wohl mehr als eine Wahlperiode notwendig, man müsse langfristige Ziele setzen. 

Was etwa die Arbeit im Rathaus anbelange, so solle man schon jetzt Weichen stellen. Mit dem Weggang von Mitarbeitern, ob altersbedingt oder wegen Kündigung, verliere man immer Wissen – das gelte es zu verhindern. 

Chancen für junge Mitarbeiter will Garzen bieten, durch gute Leistungen der Gemeinde einerseits und auch durch neue Auszubildende. Digital ist ebenfalls ein Stichwort, ob ein digitales Ratsinformationssystem oder die Ausstattung der Schulen. Im „gläsernen Rathaus“ auch Dienstleistungen anzubieten, digital und analog, da möchte Garzen hin. 

Was die Menschen anbelangt, die hier wohnen, ist ihm wichtig: „Ich habe gelernt, dass wir mit den Menschen sprechen müssen, für die wir arbeiten.“ Die Bürger hätten auch tolle Ideen. Schon jetzt spreche er auch mit den Gewerbetreibenden und im nächsten Jahr wolle er – als Bürgermeister – in alle Ortsteile. Da man eine Flächengemeinde sei, könne der Rat wie auch die Gemeindeausschüsse zum Bürger kommen, nicht immer nur umgekehrt. 

So könne man viel erfahren und Präsenz zeigen. Generell sei er offen für Veränderungen und „Querdenken ist erlaubt, auch in der Verwaltung“.

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Quelle: Soester Anzeiger

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