Viele Besucher beim Tag der offenen Tür im Rathaus

Ortskenntnis gefragt: In den Rathausfluren warteten so manche Rätsel auf die Welveraner.

Welver – „In welchem Ortsteil befindet sich der höchste Punkt der Gemeinde Welver?“ „Wo war der erste Sitz der Gemeindeverwaltung?“ – diese und weitere spannenden Fragen beschäftigten die Besucher beim „Tag der offenen Tür“ im Welveraner Rathaus.

Im Anschluss an die Feierstunde im Ratssaal freute sich Bürgermeister Uwe Schumacher mit seinem Mitarbeiterteam, mehrere hundert Besucher willkommen zu heißen. „Puh, war das anstrengend“, resümierte eine ältere Dame lachend, die mit ihrem Enkel an jedem Quiz teilgenommen und zahlreiche Treppenaufgänge gemeistert hatte. Denn auch für den Nachwuchs hatten sich die Mitarbeiter einiges einfallen lassen. Erbsen schätzen bei den Erbsenzählern aus der Gemeindekasse, Puzzeln des Gemeindeplakates, ein Bilderquiz aller 21 Ortsteile, einen Tornado in der Flasche und das besagte Gemeinde-Quiz, wer Lesen konnte und auch sonst auf Zack war, kam schnell zum Ergebnis.

 „Eine tolle Sache, hier mal hinter die Kulissen schauen zu können und sogar Erledigungen durchzuführen“, bringt es ein Besucher auf den Punkt. „Das ganze Team hat hier tolle Arbeit geleistet, das Rathaus super dekoriert und sich viel Unterhaltsames einfallen lassen. Und es gab so viel zu essen, auch internationale Köstlichkeiten.“ Begonnen hatte der Tag mit der Feierstunde im Ratssaal. Hier konnte der Bürgermeister Staatsminister und Landtagspräsident a.D. Eckhard Uhlenberg und Kreisdirektor Dirk Lönneke, in Vertretung für die Landrätin Eva Irrgang, sowie befreundete Bürgermeister der Region begrüßen. 

Uhlenberg, der als Kind regelmäßig seine Ferien in Welver verbrachte, plauderte nur zu gern aus dem Nähkästchen der kommunalen Neuordnung und den damit verbundenen Widerständen vor allem der Scheidinger Bürger. „Scheidingen war der Ort, der zu Welver sollte, aber nicht wollte.“ Und während die Illinger sehr gespalten reagierten, blieb die natürliche Barriere des Salzbachs noch viel zu lange in allen Köpfen. „Bis so ein Wir-Gefühl entstehen konnte, war es ein weiter Weg, an dem bis heute stetig weitergearbeitet wird.“ „Trotz aller Phantomschmerzen, die zuweilen immer noch aufzutauchen scheinen“, wie es der Bürgermeister formulierte, „an dessen Verschwinden wir täglich arbeiten.“ 50 Jahre Welver – wer den Rückblick genoss, sollte trotz aller nötigen Anstrengungen auch den Blick in die Zukunft wagen, wohl wissend, dass es gemeinsam besser geht als einsam.

Quelle: Soester Anzeiger

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