Akkuschrauber kam nie an: Geldstrafe für Betrüger 

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Welver - Wegen Betrugs musste sich ein 28-jähriger Soester, der inzwischen in Neheim wohnt, vor dem Amtsgericht verantworten.

Ihm wurde zur Last gelegt, in drei Fällen betrogen zu haben. Zweimal verkaufte er eine Motorsäge – einmal für 55 Euro, das zweite Mal für 47,50 Euro – über Ebay. Doch obwohl die Zahlungen prompt eingingen, erhielten die Käufer ihre Ware nicht. Im Weiteren hat der angeklagte Dachdecker einen Akkuschrauber für 100 Euro ebenfalls über Ebay an einen Käufer aus Welver verkauft, der Anzeige erstattete.

 Der Angeklagte vesicherte, er habe den Akkuschrauber ordnungsgemäß per Post verschickt. Warum die Ware nicht angekommen sei, wisse er nicht. Ob der Mann den Akkuschrauber tatsächlich nach Welver verschickt hat oder nicht, konnte das Gericht nicht klären und ließ von diesem Tatvorwurf ab. Die beiden anderen Taten gab der Angeklagte zu. Warum er diese Betrugstaten begangen habe, dazu konnte der Angeklagte keine Antwort geben. „Ich weiß es nicht, warum ich das tue, ich habe aber schon Kontakt zu einer Psychologin aufgenommen und will mich behandeln lassen“, beteuerte der Angeklagte. Er beging die Taten, obwohl er kurz vorher eine Vorladung zu einem Gerichtstermin erhalten hatte, in dem er sich ebenfalls wegen Betrugs verantworten musste. 

Das kritisierte der Richter. Weil der 28-jährige bereits mehrfach wegen Betrugs verurteilt worden ist, verurteilte das Gericht ihn wegen zweifachen Betrugs zu einer Geldstrafe von 220 Tagessätzen à 40 Euro. Der Angeklagte, der vor kurzem Vater geworden ist, sagte, er bedauere die Taten und will sich um psychologische Hilfe bemühen.

Quelle: Soester Anzeiger

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