In aller Ruhe auf Hechtjagd in Dinker

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Am Lachsforellenteich versucht Oliver Reki aus Kamen sein Glück.

Dinker - Wo angeln sie denn? Natürlich in Dinker am neuen Teich für Lachsforellen. Den hat Monic Binder, die Eigentümerin der Fischteiche an der Ahse, im Sommer neu anlegen, vertiefen und die Anlage komplett ausbaggern und überholen lassen. 

„Aus zwei mach eins“, hieß das Motto. Jetzt tummeln sich die großen Lachsforellen in dem nun einen Hektar großen Gewässer und ringsherum ködern die Angler-Mieter die rotfleischigen Räuber mit allerlei natürlichen und künstlichen Ködern. Würmer, Maden, Schwimmteig und Spoons kommen zum Einsatz. Wichtig ist die korrekte Fangmethode: „Die Fische müssen an Einzelhaken beißen und dürfen nicht aufgehakt werden“, erklärt die Fischerei-Betreiberin.

ür jeden Petri-Jünger in heimischen Fluren und an hiesigen Gewässern sind die Forellen-Teiche von Monic Binder an der Ahse bei Dinker natürlich ein wohlbekannter Ort. Wer nicht angelt, hat allenfalls mal das Hinweisschild gegenüber der Schwannemühle an der Landesstraße 667 gelesen, dass auf die Möglichkeit hinweist, hier Angelsport zu treiben oder aus der eigenen Räucherei frischen- oder geräucherten Fisch zu kaufen. Lachsforelle, Regenbogen-Forelle oder Aal gibt es im Angebot. Wer selber einen Fisch an Land gezogen hat, kann auch einen Hecht, einen Zander oder eine Brasse bei Monic Binder mit Rauch und Hitze haltbar machen lassen. Im Betrieb arbeiten heute neben Monic Binder auch ihr Ehemann Tom und Sohn Adrian mit, der jetzt eine Elektriker-Lehre bei Eberlein begonnen hat. Damit tritt er beruflich in die Stapfen seine Großvaters. Zum Personal hinzu kommt noch eine Aushilfe, die auf 450 Euro-Basis beschäftigt ist. Großer Vorteil ist es für die Unternehmerin, dass sie direkt gegenüber der Teichanlage in Dinker wohnt. Mit Hilfe des wachsamen Appenzeller-Hundes „Jack“ kann sie so auch gut auf ihre Teiche aufpassen. Es soll ja auch schon Schwarzangler gegeben haben. Heute wird in Dinker nicht mehr gezüchtet, die Fische werden angeliefert und in so genannten Helterungsbecken gehalten, die mit Frischwasser aus der Ahse versorgt werden. Zudem sprudelt hier Tag und Nacht eine Fontäne, die dem Wasser weiteren Sauerstoff zufließt. Je nach Bedarf erfolgt die Entnahme aus den Helterungsbecken, um die fünf Teiche mit Fischen zu besetzen. Neben den beiden großen Teichen gibt es drei kleine, die man auch alleine oder für eine Gruppe anmieten kann. Voraussetzung ist natürlich immer die Vorlage eines gültigen Angelscheins, denn wer angelt, muss die Fische auch waidgerecht fischen, töten und ausnehmen können. Die Hitze und die Trockenheit gehen mit ihren Folgen natürlich auch an den Angelteichen nicht vorüber. „Bei Wassertemperaturen über 20 Grad wird es schwierig, ab 22 Grad wird der Laden geschlossen“, sagt Monic Binder, denn dann kann auch Frischwasser aus der Ahse den Sauerstoffgehalt nicht mehr hoch genug erhalten, die Forellen, die kühles Wasser lieben, dürfen dann keinen zusätzlichen Stress mehr durch Angler bekommen. Bei etwa 50 Anglern auf der Anlage ist übrigens ausgebucht, erklärt Monic Binder, jeder Angler soll mindestens einen Bereich von fünf Metern beanspruchen können. Schließlich muss man ja auch die Rute auswerfen können und es muss genug Fisch zum Angeln eingesetzt sein. 

Schließlich garantiert Monic Binder, dass man bei ihr Forelle absolut fangfrisch erwerben kann. So hat sie spezielle Kunden mit Eiweiß-Allergien, die die Fische direkt schlachten lassen, um sie dann unverzüglich zuzubereiten und zu verzehren, ehe irgendwelche Prozesse im Fischfleisch eingesetzt haben. Weitere Spezialitäten sind Stremellachs-Forelle, Kaltgeräucherte Lachsforelle, gebeizt mit Zitrone, Salz, Kräutern und Zucker sowie Ahsemops-Forelle frisch filetiert, mit Gemüsesalat gefüllt und ohne Haut geräuchert.

Geöffnet sind die Angelteich und der Verkauf freitags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, im Winter bis zur Dämmerung. Montags bis Donnerstags gibt es Termine auf Bestellung. Internet: www.angelteiche.dinker.de

Quelle: Soester Anzeiger

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