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Arbeitskreis Radwege wird aktiv

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Von: Dirk Wilms

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Die Ahsebrücke stellt ein Nadelöhr auf dem Radweg zwischen Dinker und Welver dar.
Die Ahsebrücke stellt ein Nadelöhr auf dem Radweg zwischen Dinker und Welver dar. © Dirk Wilms

Die Diskussion über die Radwege in der Gemeinde Welver nimmt Fahrt auf. Am Donnerstag kam der neue Arbeitskreis, der sich mit diesem Thema befasst, erstmals in einer Online-Veranstaltung zusammen. Die Ortsvorsteher waren dabei ebenso vertreten wie die Verwaltung und die Politik durch Vertreter der Fraktionen.

Welver - Beim ersten Aufschlag dieses Gremiums wird es zunächst um organisatorische Fragen gehen, ehe auf Grundlage des von der Ge-Komm erstellten und im Herbst präsentierten Konzepts die Detailarbeit beginnen kann. Die Aufstellung einer Prioritätenliste wird dabei die vorrangige Aufgabe des Arbeitskreises sein.

Einer der neuralgischen Punkte im Gemeindegebiet ist dabei die Verbindung zwischen Dinker und dem Zentralort. Mit Dieter Schulze meldete ein Bürger aus Dinker gegenüber der Redaktion dringenden Handlungsbedarf an. Schon vor Jahren hatte er auf die Unzulänglichkeiten in Sachen Radwege zwischen Dinker und Welver hingewiesen. „Wir brauchen einen vernünftigen Weg, auf dem man morgens gefahrlos zum Bahnhof fahren kann“, verweist er auf die aktuelle Situation.

„Die Wege sind matschig und voller Pfützen, die Brücken zu schmal“, skizziert er den Zustand. „Von fehlender Beleuchtung will ich gar nicht erst sprechen.“ Angesichts der Fülle von Eingaben im Rahmen der Bürgerbeteiligung gerade für diesen Bereich der Gemeinde fordert Dieter Schulze, dass dies Berücksichtigung findet bei der Erstellung einer Prioritätenliste.

Ortsvorsteher Sebastian Schütz hat Verständnis für diese Sichtweise, nutzt er doch selbst regelmäßig das Rad, um nach Welver zu gelangen. Er befürwortet einen Ausbau des Ahsewegs, wozu allerdings die beiden schmalen Brücken über Ahse und Lake ersetzt werden müssten. Im weiteren Verlauf von Dinker aus müsste für eine Beleuchtung entlang Haus Matena gesorgt werden, was aber Konflikte mit dem Naturschutz in den Ahseauen mit sich bringen würde. „Dann kommt man nach Dorfwelver und dann durch den Wald. Da müsste man schauen, welcher Weg der sinnvollste ist: direkt Richtung Bahnhof oder über Kirchwelver“, zeigt Schütz die Alternativen auf.

Eine weitere Alternative wäre der vom Hellweg zwischen neuem Feuerwehr-Standort und dem Denkmal gen Süden abzweigende Weg. „Der Weg und die Brücken sind breiter, aber auch in einem sehr schlechten Zustand“, weiß der Ortsvorsteher. Er verweist zudem darauf, dass der Weg durch den Wald nach Kirchwelver führt, also nicht den direkten Weg in den Zentralort darstellt.

Dies gilt übrigens auch für die Hauptstraße, die L747, die vom Freistuhl über Schwannemühle, Haus Galen und Rübenkamp in Richtung Zentralort führt. „Das ist keine Alternative“, sieht Schütz einen viel zu großen Aufwand, um entlang der Landstraße einen Radweg zu bauen.

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