Großbaustelle in Schwefe

Anwohner am Soestweg erreichen mit Autos ihre Grundstücke nicht mehr

Kein Durchkommen gibt es derzeit in Bereichen des Soestwegs – einige Grundstücke sind schwer mit dem Auto zu erreichen.
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Kein Durchkommen gibt es derzeit in Bereichen des Soestwegs – einige Grundstücke sind schwer mit dem Auto zu erreichen.

Die neue Ortsdurchfahrt in Schwefe verlangt den Anwohnern derzeit einiges ab - aktuell muss man am Soestweg gut zu Fuß sein.

Schwefe – Bevor die Ortsdurchfahrt so richtig modern und neu gestaltet wird, müssen die Anlieger erst einmal Einschränkungen hinnehmen. „Seit einigen Tagen kommen wir wegen der Bauarbeiten nur noch mühsam auf die Parkplätze auf unseren Grundstücken“, sagt Dirk Baimann, der am Soestweg selber einer der von den Bauarbeiten betroffenen Anwohner ist. Baimann ist im Vorstand der Schwefer Schützen als Schriftführer aktiv und außerdem in der Jugendabteilung des TuS Schwefe.

„Weil die Straße im Bereich der Fahrbahn zurzeit tiefgründig ausgekoffert ist, ist es teils schwierig oder gar unmöglich, die Bordsteine zu überfahren. Es könnte dabei zu Beschädigungen kommen“, fürchten laut Baimann einige Anlieger. Deshalb parken sie jetzt auf dem Wirtschaftsweg neben dem Soestweg oder dort, wo gerade Platz frei ist im Bereich der Kreuzung bei Gaststätte Hillefeld. Für Ältere oder Leute mit Handicap wird es dann natürlich schwierig, schwere Einkäufe wie Kisten mit Mineralwasser über einige hundert Meter nach Hause zu schleppen.

Viele Anwohner nutzen derzeit den Parkplatz gegenüber der Gaststätte Hillefeld.

Ortsvorsteher Tim Fabian Römer hat mit einigen Anliegern über die Baustelle und die dort auftretenden Probleme gesprochen. Dass die Zeit für die Anlieger schwierig wird, das sei nun mal nicht zu vermeiden. Römer hat aber auch festgestellt, dass die Mitarbeiter der Baufirma und der zuständige Polier nicht nur bei den dienstäglichen Baubesprechungen Auskunft über die notwendigen Arbeiten geben, sondern auch bei den täglichen Begegnungen auf der Baustelle. Außerdem hat Römer den Eindruck, dass am Soestweg möglichst zügig gearbeitet wird. „Einschränkungen bleiben nicht aus“, so Römer. Er wird die Sache weiter im Auge behalten und mit den Betroffenen den Kontakt aufrecht erhalten.

Zahlen und Fakten

Die Kosten für die Ortsdurchfahrt betragen rund 2,1 Millionen Euro, 1,6 Millionen zahlt Straßen NRW und 500 000 Euro die Gemeinde Welver. Allein die neuen Bürgersteige werden rund 600 000 Euro kosten. Daran müssen sich die Anlieger gemäß dem Kommunalen Abgabe-Gesetz beteiligen. Gerechnet wird mit rund einem Jahr Bauzeit.

Geplant ist eine Tempo-30-Zone für die komplette Schwefer Ortsdurchfahrt.

Der östliche Teil des Soestwegs (vom Zentrum in Richtung Soest) ist bautechnisch besonders anspruchsvoll. Dort müssen zwei neue Brückenbauwerke gesetzt werden, damit es trockenen Fußes über „Amper Bach“ und „Blögge“ gehen kann.

Der Abschnitt im Westen Richtung Einecke sollte ursprünglich erst später begonnen werden, doch er kam jetzt – um Zeit aufzuholen – gleich in einer frühen Bauphase mit an die Reihe.

Zuständig für die Baustelle „Soestweg“ ist die Gemeinde Welver, die die Maßnahme für Straßen NRW durchführt. Bürgermeister Camillo Garzen erklärt, dass es Ziel der Gemeine ist, die Baustelle im Sinne der Anlieger so schnell wie möglich abzuwickeln. Dabei werde, wie beim Einholen der Mülltonnen, alles Mögliche getan, um die Einschränkungen für die Schwefer so gering wie möglich zu halten. Ganz zu vermeiden seien sie allerdings nicht. Dafür werde die Ortsdurchfahrt aber nun endlich modern und sicher ausgebaut.

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