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Antrag auf Siegel: Welver auf dem Weg zu „WelFair“

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Von: Dirk Wilms

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Der Antrag aus Welver, das Siegel „Fairtrade-Town“ zu bekommen, wurde jetzt auf den Weg gebracht; zur letzten Unterschrift von Bürgermeister Camillo Garzen (2. von links) kamen unteren anderen (v.l.) Ange Pier-Ribbert, Alicia Sommer, Andreas Pack, Bärbel Brune, Claudia Kasten, Rolf Wagener und Hubertus Holtschulte.
Der Antrag aus Welver, das Siegel „Fairtrade-Town“ zu bekommen, wurde jetzt auf den Weg gebracht; zur letzten Unterschrift von Bürgermeister Camillo Garzen (2. von links) kamen unteren anderen (v.l.) Ange Pier-Ribbert, Alicia Sommer, Andreas Pack, Bärbel Brune, Claudia Kasten, Rolf Wagener und Hubertus Holtschul © Wilms

Der Antrag ist auf dem Weg. Wenn es gut läuft, könnte Welver noch unmittelbar vor den Sommerferien das Siegel als „Fairtrade-Town“ bekommen.

Welver - Die Dokumente wurden jetzt von Bürgermeister Camillo Garzen unterzeichnet und von Initiator Andreas Pack vom Gewerbeverein Welver an Claudia Kasten überreicht. Die Regional-Promotorin für die Eine-Welt-Arbeit in der Region Hamm-Hellweg wird den Antrag nun zur deutschen Fairtrade-Zentrale nach Köln schicken. „Das dauerte etwa zwei Monate“, macht sie den Welveranern Hoffnung, dass es bis Ende Juni klappen könnte.

Bei der Unterzeichnung und Übergabe zeigte sich Andreas Pack erleichtert, dass nach sechs, sieben Jahren der langwierige Prozess endlich abgeschlossen worden ist: „Wir haben nach langer Vorbereitung die Hoffnung, dass wir nun bald die Früchte ernten können.“

Er verwies einmal mehr darauf, wie wichtig fairer Handel sei. Gerade in der heutigen Zeit sei die Bedeutung vielen ganz bewusst geworden. Global und regional fair zu handeln, sei unter dem Schlagwort „WelFair“ auch in der Niederbörde das Gebot der Stunde. „Mit dem Siegel können wir den Gedanken in der Gemeinde Welver weiter verbreiten.“

Bürgermeister Camillo Garzen stimmte zu: „Gut Ding will Weile haben. Es ist halt typisch Welver, dass manche Dinge etwas länger dauern.“ Daher ist er froh, dass es nun endlich geschafft ist, die vorletzte Etappe gemeistert zu haben. Wenn dann das Siegel verliehen worden sein wird, liege es an Welver, das auch mit Leben zu füllen.

Claudia Kasten betonte, dass es für die Initiative wichtig ist, regionale und saisonale Produkte zu fördern, wo dies eben möglich ist. Bei bestimmten Waren wie Kaffee und Kakao müsse derweil Sorge getragen werden, dass die Erzeuger global fair behandelt würden. Das gelte auch für Produkte im Bereich Bekleidung und selbst für Pflastersteine. „Das Siegel schafft ein Bewusstsein“, setzt sie darauf, dass es in Welver gelingt, weitere Mitstreiter mit ins Boot zu nehmen. Konkret sprach sie die Kirchen an. „Es könnte ja eine Kaffeesorte beim Kaffeetrinken aus dem fairen Handeln schaffen“, lautet ihr Appell.

Was die Bewerbung in Welver betrifft, war es jüngst gelungen, alle Anforderungen zu erfüllen. Es ist der entsprechende Ratsbeschluss erfolgt. Es gibt viele Mitstreiter in Gastronomie und Handel sowie bei den Vereinen. Auch beide Schulen sind an Bord, ebenso auch einige Kindergärten. Und schließlich gibt es eine Steuerungsgruppe, zu der neben Andreas Pack noch Bärbel Brune, Rolf Wagener und Alicia Sommer von der Gemeinde zählen.

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