Angler aus Welver sind entsetzt über Müll in ihrem Revier

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Mit viel Aufwand haben die Mitglieder des Angelsportvereins „Lange Peitsche“ ihr Revier an Ahse, Lake und Salzbach gesäubert, einige Anhänger mit Müll und Unrat kamen dabei zusammen.

Welver - Ihre Leidenschaft gilt dem Angeln, doch die 74 Mitglieder des Angelsportvereins „Lange Peitsche“ in Meyerich engagieren sich seit ihrer Gründung im Jahr 1965 auch für die Umwelt.

So haben sie kürzlich unweit ihres Vereinsheims, das auf einer Insel an der Gräfte steht, ein Feuchtbiotop ausbaggern lassen und Totholz in die Gräfte eingebracht. Dieses dient Fischen als Laichgebiet, Unterschlupf und Versteck. 

„Als Angler ist man auch Naturschützer“ – diesen Wahlspruch haben die Mitglieder nun erneut wörtlich genommen und mit viel Engagement die Ufer des von ihnen gepachteten Reviers an Ahse, Lake und Salzbach in einer konzertierten Aktion gesäubert. „Man kann gar nicht glauben wieviel Müll hier zusammengekommen ist“, zeigen sich die Angler entsetzt. Sogar ein 1000-Liter-Wasserfass lag am Ufer. 

Mehrere Anhänger voll Unrat sammelten sie an den Ufern der Gewässer, Autoreifen mit Felgen, Bierkisten, Maschendrahtzaun und sehr viele Glas- und Plastikflaschen sind hier von den fleißigen Händen aus der Natur entfernt worden.

"Wasser von hier fließt auch in die Meere"

„Das Problem mit dem Plastikmüll in den Weltmeeren fängt vor unserer Haustür an“, ist sich der Vorsitzende des Vereins Rembert Kebernik sicher. „Auch das Wasser von hier fließt irgendwann in die Meere, und dort hat man kürzlich in den Mägen der Wale große Mengen an Plastik gefunden, an denen sie verendet sind.“

Zwei Jahre hatten die Angler des Vereins „Lange Peitsche“ ihr Revier nicht gesäubert, da es Unklarheiten mit der Pachtsituation gab. Eine Fischereigenossenschaft gibt es nicht mehr, und niemand fühlte zuständig. 

Müll sammelt sich an Fisch-Verstecken

Rund fünf Kilometer lang ist der Uferstreifen, den die Angler säuberten, dabei mussten sie feststellen, dass der meiste Müll sich fatalerweise an den Stellen sammelt, wo Fische einen Unterschlupf finden, sei es in Biegungen oder an überhängenden Büschen. Gerade auch deshalb sei diese Aktion so wichtig, finden die Angler.

Quelle: Soester Anzeiger

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