1. wa.de
  2. Lokales
  3. Welver

60 Obstbäume für das Klima

Erstellt:

Von: Dirk Wilms

Kommentare

Der Bauhof der Gemeinde pflanzt 60 Obstbäume auf einer Wiese bei Recklingsen.
Der Bauhof der Gemeinde pflanzt 60 Obstbäume auf einer Wiese bei Recklingsen. © Dirk Wilms

Recklingsen – Ob Apfel, Birne, Pflaume oder Kirsche – all diese Obstbäume finden sich seit gestern auf einer Wiese an der Recklingser Straße wieder. Der Bauhof der Gemeinde Welver hat unter Federführung von Bauhofleiter Hans Wilms 60 Bäume auf dem 5000 Quadratmeter großen Gelände im Rahmen einer Aktion gepflanzt, die von Markus Bielefeld von der Welveraner Provinzial-Versicherung initiiert worden war.

„Wir haben nach der Idee von Herrn Bielefeld einen Spendenaufruf gestartet“, erläuterte Alicia Sommer von der Stabsstelle der Gemeinde Welver. Dieser Aufruf sei auf große Resonanz gestoßen. „Viele Leute haben sich angesprochen gefühlt, persönlich etwas fürs Klima tun zu können“, wurde die Anzahl der Obstbäume von zunächst zehn auf 40 Exemplare aufgestockt. „Der Zuspruch war so groß, da haben wir nochmal 20 weitere Bäume bestellt“, wurde Hans Wilms auf dem Pflanzenhof Becker in Hattropholsen fündig.

Er wählte unterschiedliche Sorten bei den Äpfeln und Birnen aus, die in einem Abstand von je acht Metern auf die Wiese nördlich des Buchenwaldes von Patrick Elbers, Simon Gantenbrinker, Friedrich Heine, Sergej Schermer, Erich Schneider, Hartmut Vogelsang und Alex Zimbelmann gepflanzt wurden. Sie stehen nun direkt neben einem Areal, das schon in den vergangenen Jahren von der Gemeinde mit Laubbäumen aller Art wie Erlen, Eichen und Ulmen bestückt worden war.

Wilms und seine Mitarbeiter wählten Hochstämme aus, die nun ein paar Jahre wachsen müssen, ehe sie Früchte tragen. „Bei Buschobst geht das schneller“, so Wilms. „Doch wir wollen, dass man unter den Bäumen laufen kann“, soll es ein kleiner Wald werden. Da kann sich in ein paar Jahren jedermann bedienen, wenn im Spätsommer die Früchte reif sind.

Jeder Baum wurde in ein Pflanzloch gesetzt, das zuvor mit einem Draht so ausgelegt wurde, dass Wühlmäuse keinen Zugang zu den zarten Wurzeln finden. Der Stamm ist mit einem Kokosstrick an einem Pfahl befestigt, sodass ein Sturm kein Unheil anrichten kann. Gegen zu heftige Sonneneinstrahlung schützt eine Ummantelung aus Schilf.

Kooperation mit Imkerverein

„Da setzen wir auf naturnahe Materialien“, ergänzt der Bauhofleiter. Schließlich werden die jungen Bäume mit kleinen Drahtzäunen gegen Wildschäden geschützt. Der Imkerverein wird sich künftig auch einbringen, wird Bienenkästen aufstellen, damit die kleinen Brummer die jungen Bäume bestäuben können.

Wie Alicia Sommer von der Gemeinde verdeutlichte, werden alle Bäume mit einer Spendentafel versehen. Neben den zehn von der Provinzial gespendeten Bäumen sind 47 weitere bereits vergeben. „Einige Firmen und Vereine haben gespendet, außerdem viele Privatleute, ob jung oder alt“, erklärt Sommer.

Da das aktuelle Kontingent quasi vergeben ist, führt die Gemeinde Gespräche über weitere Flächen. „Wir haben da was in Aussicht“, weist Sommer darauf hin, dass die Spendenaktion keineswegs zu Ende ist. Für 50 Euro ist ein Baum zu haben. „Da kann jeder noch ökologische Punkte sammeln.“

Auch interessant

Kommentare