Landjugend baut Karnevalswagen

2000 Papierblumen für die rollende „Baustelle“

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2 000 Papierblumen, wiederverwendbare Wagenteile und ausreichend Bier: Es ist Endspurt beim Wagenbau.

Welver – Für die Landjugendlichen aus Vellinghausen-Eilmsen geht es auf die Zielgerade. Bereits zum siebten Mal wollen sie am 23. Februar am Rosensonntagsumzug in Lippborg dabei sein. 

In der Mitgliederversammlung der 30 Aktiven hatte sich das diesjährige Motto „Baustelle“ gegen „Mexikaner“ durchgesetzt und den „Zuschlag“ bekommen. Wie genau der Wagen aussieht, möchte die Gruppe natürlich jetzt noch nicht verraten, aber bunt wird es werden. 

Gewerkelt wird einmal pro Woche am Unterstand des Karnevalswagens auf dem Hof der Familie Nühse in Hultrop. Deren Sohn Patrick ist ebenfalls Mitglied der Landjugend des „benachbarten“ Doppeldorfes. 

Die Arbeitsaufträge sind klar verteilt, während die jungen Männer flexen, hämmern und Schrauben ohne Ende versenken, sind die Mädels derweil mehr für die filigranen Malerarbeiten zuständig. 

Auf die Frage, was den jungen Narren am besten beim Rosensonntagsumzug gefällt, kommen die Antworten prompt. Carina mag die Atmosphäre, wenn der Zug rollt. Ciara und Henrike genießen die Wartezeit vorher und nutzen sie, um mit den anderen Gruppen ins Gespräch zu kommen. „Ich mag besonders die Fahrt nach Lippborg“, sagt Lukas und lacht, „außer wenn es regnet.“ Dass der Weg von der Scheune zum Umzug bei der Brennerei „Nordhoff“ vorbeiführt, ist ein offenes Geheimnis. „Da treffen sich ganz viele Gruppen, bevor es losgeht“, weiß Henrike. 

Begonnen hatte alles mit einem Bollerwagen als Fußgruppe, doch schnell war die Begeisterung da, auch einen Wagen zu bauen. Die höheren Kosten deckt die Gruppe durch ihre Beiträge. 

Wie viele Arbeitsstunden jedes Jahr exakt investiert werden müssen, kann keiner so genau sagen. Doch Lukas kontert: „Wir rechnen nicht in Stunden, sondern in Kisten Bier.“ Und das Blumen zupfen, so verraten es die jungen Frauen, wird auch schon mal als Homeoffice jenen aufs Auge gedrückt, die sonst ihre fälligen Arbeitsstunden durch studienbedingte Abwesenheit gar nicht wahrnehmen könnten. 

Zum guten Schluss muss dann der Wagen nur noch mit dem Wurfmaterial bestückt werden. Die Landjugendlichen setzen auf Riegel von Kuchenmeister, Gummibärchen und Kaubonbons, und das mit einem dreifach donnernden Helau.

Quelle: Soester Anzeiger

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