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Bürger wollen in großer Zahl Präsenz zeigen bei Ratssitzung

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Von: Dirk Wilms

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Mehr Leute als beim Schützenfest ein paar Tage zuvor seien bei der Bürgerversammlung am Mittwochabend in der Bördehalle gewesen, hieß es aus Teilnehmerkreisen.
Mehr Leute als beim Schützenfest ein paar Tage zuvor seien bei der Bürgerversammlung am Mittwochabend in der Bördehalle gewesen, hieß es aus Teilnehmerkreisen. © Dirk Wilms

Wenn die rund 130 Welveraner, die am Mittwochabend in der Bördehalle waren, beim Wort genommen werden dürfen, könnte es am Donnerstag um 17 Uhr sehr eng werden im Ratssaal. 

Welver - Denn für die bevorstehende Ratssitzung hat sich ein Großteil der Bürger angekündigt, die dem Aufruf von Bernd Hellmann und Bernd Nickel zur Versammlung am Mittwoch gefolgt waren.

Die Initiatoren und mit ihnen die überwältigende Mehrheit der Welveraner in der Bördehalle wollen sich dagegen wehren, dass jetzt die finalen Beschlüsse gefasst werden zu den vielfältigen Vorhaben im Zentralort. Daher sind sie gewillt, in großer Zahl zur Ratssitzung zu kommen. Dabei soll eine Unterschriftenliste übergeben werden, um den Forderungen Nachdruck zu verleihen. Da im Ratssaal aber kaum Platz für mehr als zwei Dutzend Zuschauer ist, bleibt abzuwarten, wie Bürgermeister Camillo Garzen als Hausherr damit umgehen wird.

Der Eindruck am Mittwochabend war eindeutig: Die Anwesenden sind nicht einverstanden mit den Plänen der Verwaltung und der vier Mehrheitsfraktionen. Nach deren Vorstellung soll die Hauptschule als längerfristige Übergangslösung für die Flüchtlinge dienen, soll die Feuerwehr weg vom Finkenweg an einen anderen Standort im Zentralort wechseln, sollen Grundschule und OGS dort erweitert werden, soll das Lehrschwimmbecken zusammen mit einer neuen Mehrzweckhalle anstelle der Bördehalle im Sportzentrum gebaut werden.

Michael Schulte von der CDU sowie Tim-Fabian Römer von der BG stellten ihren Alternativplan vor, der einen Standortwechsel der Grundschule zur Hauptschule inklusive OGS, Lehrschwimmbecken und Sporthalle zur alten Hauptschule vorsieht. Die Flüchtlinge sollen dezentral untergebracht werden, die Feuerwehr an ihrem Standort bleiben.

Von den Teilnehmern kamen weitgehend kritische Wortbeiträge zu den Plänen der Verwaltung. So ereiferte sich ein Vater, der demnächst seine jetzt fünf- bzw. dreijährigen Töchter in der Schule haben wird: „Es ist verantwortungslos, die Kinder von der Schule einen Kilometer zum Lehrschwimmbecken laufen lassen zu wollen.“ Initiator Bernd Hellmann ergänzte, dass bei der Sportveranstaltung der Grundschule am Dienstag die Polizei den Weg der Kinder von der Schule zum Sportzentrum gesichert habe: „Soll demnächst die Polizei jeden Tag die Kinder auf ihrem Weg begleiten?“

Argumente seitens der Mehrheitsfraktionen wurden nicht vorgetragen; deren Stühle blieben leer. Einzig Feuerwehrleiter Dirk Steinweg führte als Kritik am Vorschlag von CDU und BG an, dass die Feuerwehr sich für den Kapellenplack als Standort ausgesprochen habe. Der Finkenweg sei für eine Entwicklung der Feuerwehr nicht geeignet.

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