Die Kirmes als Sport-Event

Fünfkampf auf der Allerheiligenkirmes

Soest - Kirmes ist noch lange kein Grund zum Faulenzen. Mit ein bisschen Fantasie lässt sich auch aus der schönsten Woche des Jahres ein Sportereignis machen. Los geht’s mit dem Kirmes-Fünfkampf.

Ich stelle mich in meiner Funktion als Volontär der Herausforderung. Wie der Name schon sagt, warten fünf Disziplinen auf den mutigen Herausforderer, also mich. Jede nimmt andere Fähigkeiten in Anspruch und kann im Schwierigkeitsgrad variiert werden.

Werden mehr Versuche benötigt, können immer welche dazugekauft werden. Ein System, wie das Nachladen beim Biathlon.

Das kostet zwar Zeit, liefert aber auch wichtige Punkte im Kampf um das Siegbier, den Siegschnapps oder die Triumphfahrt auf der Wilden Maus. Um die geht es mir heute jedoch nicht. Ich strebe nur nach der sportlichen Herausforderung.

Ist alles bereit? Dann rein ins sportliche Tank-Top und los. Ohne Aufwärmprogramm ist es ratsam, ruhig zu beginnen. Idealer Kandidat? Das Entenangeln! Hier benötigt der Athlet Ausgeglichenheit und Gelassenheit.

Kirmes-Mittwoch in Soest

Kirmes-Mittwoch in Soest
Kirmes-Mittwoch in Soest
Kirmes-Mittwoch in Soest
Kirmes-Mittwoch in Soest
Kirmes-Mittwoch in Soest

Die knallgelben Quietscheenten bringen unterschiedlich viele Punkte. Hektische Bewegungen sind zu vermeiden, da die Wasservögel mit dem Magneten am Kopf sehr schreckhaft sind.

Hier gewinnt der Geduldige. Ich spähe nach den besonderen Enten. Batman, Martin Luther und eine Ente aus Bayern landen an meiner Angel. Punkte gibt es dafür nicht viele, dafür ist meine Sammlung bunter, als die meiner minderjährigen Petrijünger-Kollegen.

Zum Kontrast geht es danach zum Schießen. Mit ruhiger Hand werden Scheiben, Blumen oder Sternchen vom Sockel gepustet. Erfahrung aus dem Wehrdienst kann helfen, Virtuelle Trainingsprogramme, wie Call of Duty, helfen nicht weiter.

Davon konnte ich mich selbst überzeugen. Ich selber war nie beim Bund, bekam als Trostpreis aber immerhin einen Lutscher.

Zur Abwechslung wird es handfest. Hau den Lukas fordert Bizeps, Präzision und den gerechten Zorn. Es ist die Attraktion, die die Spreu vom Weizen, die Machos von den Memmen trennt.

Kirmes-Donnerstag mit Pferdemarkt

Kirmes-Donnerstag mit Pferdemarkt
Kirmes-Donnerstag mit Pferdemarkt
Kirmes-Donnerstag mit Pferdemarkt
Kirmes-Donnerstag mit Pferdemarkt

Mit dem überdimensionierten Hammer wird möglichst hart auf die Planke eingedroschen. Je mehr Wumms, desto besser die Punktzahl.

Halbzeit: Wie bei allen Sportarten ist es wichtig, regelmäßig Trinkpausen einzulegen Der Schwierigkeitsgrad der folgenden Stationen hängt jedoch davon ab, ob man Wasser oder lieber Kurze kippt.

Mit roher Gewalt alleine kommt man bei Station vier nicht weit. Dosenwerfen erfordert vielmehr einen ruhigen Wurfarm. Zeit sollte man sich lassen, um auch die untere Reihe der Blechbüchsen abzuräumen.

Mein inzwischen patentierter, revolutionärer Über-die-Bande-Abprall-Wurf war jedoch nicht so effektiv wie erhofft. Da ich damit nur eine Dose traf, ändert das nichts an einem miserablen Zwischenstand.

Zum krönenden Abschluss geht es zum Klassiker der US-Amerikanischen Spiel-Arcaden. An der Basketball-Bude ist Geschwindigkeit und ein gutes Auge gefragt.

Meine Körperlänge, die mir in der Schule immer Vorteile brachte, kann ich hier nicht einsetzen. Möglichst viele Würfe innerhalb kürzester Zeit sollten verwandelt werden. Ich treffe dreimal. Peinlich. Gut, dass mein Sportlehrer das nicht weiß.

Schließlich ist der Kirmes-Fünfkampf vorbei, ich habe mich ganz wacker geschlagen. Gemeinsam mit meinen erspielten Trostpreisen setze ich mich an den großen Teich und genehmige mir einen isotonischen Gerstensaft. Leistungssport ist nichts für Weicheier.

Wer sich traut kann den Fünfkampf auch einmal selber ausprobieren.

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Allerheiligenkirmes

Rubriklistenbild: © Dahm

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