So sichern Sie Ihre Geldanlagen in der Corona-Krise

+

Die Covid-19-Pandemie könnte man mittlerweile als sogenanntes „Black Swan Event“ betiteln. Ein unvorhersehbares, extrem seltenes Ereignis, welches eine enorme Auswirkung auf die unterschiedlichsten Lebensbereiche der Menschen ausübt.

Ob gesellschaftlich, wirtschaftlich oder konkret die Aktienmärkte betreffend, ist der Einfluss der Pandemie unausweichlich für die weltweite Bevölkerung spürbar. Vor allem die wirtschaftlichen Ausmaße scheinen unberechenbar. Während die Finanzmärkte zu Beginn von Corona im Februar massiv einbrachen, zeigen sich die Kurse nun mittlerweile erholt. Experten halten den erneuten Aufschwung jedoch nicht von dauerhafter Natur und raten im Angesicht der Pandemie neue Weichen für die eigenen Geldanlagen zu stellen. Viele Bürger stellen sich nun die Frage, welche Maßnahmen sie treffen können, um das eigene Geld sicher anzulegen und vor weiteren möglichen Auswirkungen der Krise zu schützen. Welche Anlagemöglichkeiten die beste Absicherung für Ihr Vermögen bieten, erfahren Sie hier.

Die sichersten Anlagekategorien

Sparbuch

Das Sparbuch gilt als eine der sichersten Optionen, Geld anzulegen. Dementsprechend beliebt sind die Sparbücher beim deutschen Bundesbürger. Abgesichert sind die Guthaben der Sparbücher im deutschen Einlagensicherungsfonds. Mit dem geringen Risiko gehen jedoch auch niedrige Zinsen einher. Der durch die Europäische Zentralbank vorgegebene Leitzins bietet dem Sparer nur minimale Rendite. Bei hoher Inflation kann sogar negative Rendite drohen. Hinzu zahlt der Anleger Kapitalertragssteuer und Solidaritätszuschlag auf die Zinsen.

Gold

Gold verkörpert das klassische Krisen-Investment. Als seit Jahrhunderten akzeptiertes Zahlungsmittel zeigt sich das Edelmetall vor allem im Vergleich zu Papiergeld gegenüber Inflation und Wirtschaftskrisen immun. Tatsächlich befindet sich der Goldpreis seit dem 04. August 2020 auf einem Allzeithoch und stieg damit allein dieses Jahr um mehr als 30 Prozent an. Mit mehr als 2.000 Dollar für eine Unze ist der begrenzte Rohstoff nun mehr wert als jemals zuvor. Über den Fall der Goldpreise zu Beginn der Corona-Pandemie sollten sich potenzielle Anleger also nicht beirren lassen, da solch kurzzeitige Schwankungen im Sinne einer langfristigen Geldanlage nicht als aussagekräftig zu bewerten sind. Wer sich für die Investition in das Edelmetall entscheidet, der erhält es zu tagesaktuellen Kursen. Verkaufen Sie die Münzen und Barren erst nach einem Jahr wieder, brauchen Sie den abfallenden Gewinn nicht zu versteuern. Lagern Sie Ihr Gold in einem gemietetem Bankschließfach, gehört der Inhalt, selbst im Insolvenzfall der Bank immer noch Ihnen als Anleger.

Aktien

Eine Investition in Aktien verspricht bessere Renditen. Höhere Renditechancen sind jedoch zugleich mit einem größeren Risiko verbunden. Eignen Sie sich für diese Art der Geldanlage also zunächst ausreichend Wissen an. Im Grunde bietet keine Aktie komplette Sicherheit, denn der Kurs kann jederzeit fallen. Manche Wertpapiere gelten aber sicher als andere. Einsteiger können sich zunächst an der Faustregel orientieren, sich an größere Aktiengesellschaften zu halten und langfristig in diese zu investieren. Da der DAX als Leitindex die umsatzstärksten und einflussreichsten Unternehmen in ganz Deutschland zusammenfasst, bedeutet eine Investition in DAX-Aktien meist geringere Verluste für die Investoren. Diese Unternehmen bilden bereits feste Pfeiler der Wirtschaft und so besteht nur ein geringes Risiko einer Insolvenz.

Immobilien

Immobilien zu erwerben, die Sie entweder selbst bewohnen oder vermieten, zählen genau wie physisches Gold als Sachwert und schützen letztendlich gegen die Folgen der Inflation. Im Vergleich zu anderen Geldanlagen sind Immobilien zudem relativ wertstabil. Stellen Sie beim Kauf eines Hauses oder einer Wohnung jedoch sicher, dass Sie genügend Eigenkapital im Rahmen von 20 bis 30 Prozent zur Verfügung haben, um eine dramatische Verschuldung zu verhindern bzw. zu minimieren. Immobilien versprechen zudem den Vorteil eines festen Cashflows. Sprich, eine monatlich angesetzte Miete bietet dem Eigentümer eine gewisse Kalkulationssicherheit.

Fazit

Die niedrigen Zinsen die momentan für die Flut an Geld in der Wirtschaft sorgen, führen letztendlich zu einer Inflation der Vermögenspreise. Gelder fließen in Anlagen wie Aktien, Immobilien oder Gold und treiben dementsprechend die Preise in die Höhe. Während die Notenbanken also weiterhin mehr Geld drucken und in die Märkte leiten, droht der Wert des Papiergelds abzunehmen. Der Goldpreis könnte sich also in den folgenden Jahren sogar noch verdoppeln und die Immobilienpreise könnten ansteigen. Um in Krisen wie dieser allzu große finanzielle Einbußen zu vermeiden und zukünftig besser gewappnet zu sein, lohnt es sich also, in jene Sachwerte zu investieren und Profit von deren stabilisierenden Wirkung im eigenen Portfolio zu machen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare