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Geduldsprobe in Berge-Weetfeld-Freiske: Schützenadler fiel erst beim 476. Schuss

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Von: Peter Körtling

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Neue Regenten im Dreiländereck: Bianca und Marco Baier, das Königspaaar 2022 in Berge-Weetfeld-Freiske.
Neue Regenten im Dreiländereck: Bianca und Marco Baier, das Königspaaar 2022 in Berge-Weetfeld-Freiske. © Robert Szkudlarek

Es war Marco Baiers erster Versuch, Schützenkönig zu werden. Und es hat gleich geklappt. Auch wenn 476 Schüsse notwendig waren, bis der König feststand.

Berge – Die Bedingungen im Dreiländer-Eck waren für ein gelungenes Schützenfest optimal: Bestes Wetter, rund 800 Festbesucher und jede Menge engagierter Schützen boten den besten Rahmen. Bis Marco Baier seinen finalen Treffer feiern konnte, dauerte es jedoch einige Zeit: Erst um 20.44 Uhr gab der äußerst zähe Adler nach und der Jubel kannte keine Grenzen mehr.

Es gab zahlreiche Bewerber um die Krone

Die größte Unwägbarkeit auf jedem Schützenfest ist immer der Adler. Im Eichenwäldchen am Dreiländer-Eck handelte es sich jedoch um eine besonders zähe Dame. „Olivia von der Becke“ hatten die Avantgardisten den Vogel getauft, und schnell zeigte sie sich widerspenstig: Die letzte Insignie, das Fässchen, fiel erst beim 138. Schuss. Davon ließ sich aber niemand abschrecken. Durchgehend stand eine lange Reihe am Kugelfang an, um Olivia den Garaus zu machen.

Die Moderatoren witzelten bereits, aber nach und nach musste auch dieser Königsadler Federn lassen. Moderator Martin Koller verzichtete sogar auf eine Schießpause, denn die Sorge um den weiteren Festablauf machte ein baldiges Ende notwendig. Schließlich waren drei Schützen wild entschlossen, die Nachfolge des bereits seit 2019 regierenden Königs Klaus Baukelmann anzutreten: Marco Baier, Thorsten Gerling und Jens Langkamp lieferten sich einen ebenso fairen wie sportlichen Wettkampf.

Dem neuen König verschlägt es minutenlang die Sprache

Auf Stühlen und Bänken verfolgte das Publikum dieses Schießen und als Baier endlich den Königsschuss gesetzt hatte, hielt es niemanden mehr auf den Stühlen. Der 44-jährige Baier, der als Elektromeister bei den Stadtwerken arbeitet, hatte schon vorher erklärt seine Frau Bianca zur Königin zu nehmen. Das war auch gut so, denn als er seinen Sieg realisierte, hatte es ihm minutenlang die Sprache verschlagen.

Mit seiner Regentschaft hat sich Baier, der schon mit 16 Jahren in den Verein eintrat und viele Jahre im Vorstand der Avantgarde aktiv war, einen Traum erfüllt. Dies war sein erster Versuch, und umso größer war die Freude. Nach der Proklamation vor dem Vereinsheim und dem „Säbeltanz“ im Festzelt schloss sich noch eine lange Party zur Musik der Band „Butta bei de Fische“ an. Schon im Festverlauf hatten weitere Vereinsmitglieder Grund zur Freude, denn direkt nach der Begrüßung auf dem Vereinsgelände wurden Beförderungen vorgenommen.

Neue Leutnante und Hauptmänner

Wilko Hücking, Tim Golub, Klaus Müller, Gerrit Witte sowie Thomas May wurden zu Leutnanten befördert. Jürgen Gerling wurde zum Hauptmann und Königsoffizier ernannt. Zudem wurde die 25-jährige Jubelkönigin Ulla Langkamp geehrt. Bis einschließlich Montag setzt sich das Fest im Dreiländer-Eck noch fort.

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