Mehr Fahrradabstellanlagen kommen

Zielgerade zur Mobilitätswende: Ascheberger möchten Autos und Räder teilen

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Autos und Lastenfahrräder teilen, diese Idee kam in Ascheberg gut an. Ende Januar konnten sich die Bürger mit beidem vertraut machen. Jetzt geht es an die konkreten Planungen.

Ascheberg – Die Idee, Autos zu teilen, kommt in der Gemeinde Ascheberg an. Seit der Info-Veranstaltung mit der Firma „teilautos – das regionale Carsharing“ haben 20 Bürger Interesse an dem Angebot bekundet, teilte Fachbereichsleiter Thomas Stohldreier am Dienstag im Wirtschaftsförderungsausschuss mit. Deshalb ist es auch nicht mehr die Frage ob, sondern nur noch wo das erste Teilauto bereitgestellt wird.

Und auch in die Planung von neuen Fahrradabstellanlagen kommt Bewegung. Bevorzugt dort, wo Bus, Bahn, Carsharing und Radverkehr zu einem Mobilitätspunkt verknüpft werden können, sollen bald Poller Marke „Ascheberger Modell“ zum sicheren Abschließen der Fahrräder installiert werden. 

Wo soll das erste teilauto platziert werden? 

„Die größte Nachfrage gibt es aktuell in Ascheberg, dann folgen Herbern und Davensberg“, schilderte Stohldreier er. Allerdings ist die eigentlich bis zum 15. Februar befristete Interessenabfrage auch noch nicht beendet. So ist teilauto derzeit noch in Gesprächen mit der Bahn über einen vernetzten Carsharing-Pool. Weitere Interessenten in Sachen Carsharing vor Ort können sich also noch melden. 

Sobald entschieden ist, in welchem Ortsteil das erste teilauto stehen soll, will man handeln. „Im April/Mai könnte es so weit sein“, zeigte er sich Stohldreier auf Nachfrage zuversichtlich. Kommt das erste teilauto als E-Auto-Version nach Ascheberg, würde einen dritte Ladesäule auf dem Rathaus-Parkplatz notwendig. 

Wie steht es mit der Nachfrage nach Lastenfahrrädern? 

Hier gibt es ebenfalls Akzeptanz. Angedacht ist, einen Versuch mit Lastenräder zu starten, die über die teilauto-Plattform gebucht werden. Zunächst würde die Gemeinde Lastenräder anschaffen. Dann können Bürger das vielseitige nutzbare Zweirad zunächst einmal ausprobieren. 

Was ist zum Thema Radabstellanlagen geplant? 

Deutlich mehr Abstellanlagen für Fahrräder müssen her, lautet die Empfehlung des Arbeitskreises Mobilität. Dazu sollen einheitliche Poller aufgestellt werden, die auf die spezifischen Bedürfnisse der Gemeinde zugeschnitten werden sollen. „Sicher, schlicht und einfach montierbar sollen sie sein“, nannte Stohldreier wichtige Kriterien. 

Die Poller sollen von zwei Seiten nutzbar sein und auch Kinderfahrrädern Halt bieten. 

Was ist das Ascheberger Modell? 

Geplant ist, ein speziell auf Ascheberg zugeschnittenes Modell von Pollern von einer Firma produzieren zu lassen. Dann könnten beispielsweise auch Firmen in Ortslage die Ascheberger Variante für Kunden und Mitarbeiter aufstellen. Außerdem sollten die Poller, die an einem Fundament verankert werden, auch schnell demontierbar sein, um sie etwa bei Veranstaltungen abnehmen zu können. 

Das ist ebenfalls von Vorteil, wenn im Rahmen der neuen Platzgestaltung künftig andere Standorte für die Radanlagen ausgewählt werden sollen.

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