Neun Ehrenamtliche im Einsatz

Zeit schenken und zuhören: Hospizarbeit in der Gemeinde

+
Die Hospizgruppe Ascheberg mit (v. l.): Mechthild Maurer, Barbara Weinhold-McGilvray, Gudrun Welzel, Elli Mangels und Elke Overmeyer

Ascheberg - In diesem Jahr existiert die Hospizgruppe in Ascheberg zwanzig Jahre. Neun Ehrenamtliche leisten die Hospizarbeit in der Gemeinde und versuchen den letzten Lebensabschnitt eines Menschen so angenehm und würdevoll wie möglich zu gestalten. 

Barbara Weinhold-McGilvray war Gründungsmitglied und ist auch heute noch im neunköpfigen Team aktiv. Die ehrenamtlichen Helfer aus Ascheberg, Herbern und Davensberg sind für diese Arbeit geschult. Die Schweigepflicht steht natürlich immer im Fokus des Geschehens. Schwerkranke Menschen am Lebensende mitmenschlich begleiten, das ist nicht mal eben so gemacht, da braucht es schon viel Menschenkenntnis und Fingerspitzengefühl.

Elli Mangels, Gudrun Welzel, Ulrike Est, Inge Sanders, Anna Rutscheid, Nadine Marscher, Elke Overmeyer, Barbara Weinhold-McGilvray und Mechthild Maurer wissen, wovon sie sprechen. Sie bilden die Gruppe, die immer im Hintergrund arbeitet, deren Arbeit im Laufe der Jahre aber an Bedeutung zugenommen hat. „Hospizarbeit umfasst viel mehr als die Sterbebegleitung. Jeder Mensch ist individuell und einzigartig. Und so begleiten wir auch“, sagt Elli Mangels. 

„Wenn Berührungsängste genommen werden, ist viel geschafft“ 

Die Kontaktaufnahme und die Erstgespräche können schon viel früher in Anspruch genommen werden. Es passiere auch, dass sich Besuche und Zuwendungen durch den Hospizdienst auf den gesundheitlichen Zustand Betroffener beziehungsweise auf Lebenskrisen positiv auswirken. Die Arbeit ist ehrenamtlich und es fallen keine Kosten an. Auch an anderer Stelle wird Hospizarbeit in Ascheberg vollzogen. „Wir stellen unsere Arbeit in Schulen und Kindergärten vor“, erzählt Elli Mangels. „Junge Leute sind dafür offen und davon begeistert – das würde man nicht unbedingt vermuten.“ Das Ziel? „Wenn Berührungsängste genommen werden, ist viel geschafft.“ 

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Hospizgruppe betonen, dass sie für alle Gemeindemitglieder zuständig sind, egal welcher Religion diese angehören. „Man muss das mit dem Herzen machen, sonst brauchst du das gar nicht zu machen. Du musst beruhigend wirken und einfach deine Zeit schenken und viel zuhören“, schildert Elke Overmeyer, worauf es ankommt. Seit diesem Jahr verstärkt sie die Hospizgruppe, hatte aber zuvor schon viele Erfahrungen auf diesem Gebiet sammeln können.

 „Wenn die Situation ausweglos ist, ist sie dennoch wertvoll, denn die Menschen geben einem viel zurück – und wenn es nur ein Lächeln ist“, sind sich die ehrenamtlichen Hospizmitarbeiter einig. Zur Hospizarbeit gehöre auch die Trauerbegleitung. Sie unterstütze Angehörige, Freunde und Bekannte eines Verstorbenen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare