Zahlreiche Trabifreunde kommen zum Treff in Ascheberg zusammen

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Egal ob für Zwei- oder Vierräder, beim Trabitag wurden die Fans der ostalgischen Fahrzeuge hinsichtlich ihrer Ersatzteile fündig.

Ascheberg - Auf der Wiese vom Bauernhof St. Georg herrschte während des Trabi-Treffens, das am Wochenende bereits in der 28. Auflage vom Trabant-Club Sputnik Ascheberg veranstaltet wurde, beste Atmosphäre. 190 ostalgische Fahrzeuge hatten den Weg nach Ascheberg gefunden

Wie trotzt man der Hitze so ganz ohne Hightech? Ganz einfach: Die einen bauen einen Pool auf, die nächsten installieren einen Ventilator und andere klappen das Verdeck ihres Autos zurück. Die schweißtreibenden Temperaturen ließen auch die Trabifreunde am Wochenende kreativ werden. Nur eines konnten die hohen Temperaturen nicht, verriet Gero Bastian: „Uns davon abhalten nach Ascheberg zu kommen!“ 

Auf der Wiese vom Bauernhof St. Georg herrschte beste Atmosphäre und das St. Georg-Team verwöhnte die Gäste überdies vom Feinsten. Insgesamt 190 ostalgische Fahrzeuge fanden den Weg zum 28. Tag des Trabi, darunter Trabis, Wartburgs, Armeefahrzeuge und jede Menge Schwalben – die legendären Simson-Zweiräder. 

In einer Ecke hatten es sich Leo und Evi Packhäuser im Schatten hinter ihrem Barkas Framo V901/2 gemütlich gemacht. Das Ehepaar aus Harsewinkel gab in Ascheberg sein Debüt und sahnte dabei gleich ab. Denn ihr Transporter wurde direkt zum schönsten Fahrzeug der Veranstaltung gekürt. Eine Tatsache, die Leo Packhäuser natürlich mit Stolz erfüllte. Denn in sein „Baby“ hat er viel Herzblut gesteckt.

Trabi-Treff in Ascheberg 

Und nicht nur das, er hat sich auch mit der Geschichte des Fahrzeuges näher befasst. Sein Schätzchen stammt aus dem Jahr 1958. „60 Jahre ist es nun alt“, klopfte Packhäuser liebevoll auf die grüne Außenhaut seines Gefährtes. Eines übrigens, dass er zwei Jahre lang restauriert und instand gesetzt hat, bevor er mit ihm 2016 auf die Straße ging. „Hier, schau mal“, präsentierte er ein Fotobuch, in dem jeder einzelne Schritt dokumentiert ist. Und da war dann auch zu sehen, dass Leo Packhäuser die erste Probefahrt auf einem Küchenstuhl sitzend unternommen hat. 

60 Jahre ist dieser Framo V901/2 alt. Das ostdeutsche Transportfahrzeug zog viele Blicke auf sich.

28 PS hat der Barkas, was übersetzt übrigens soviel heißt wie „Blitz, der Schnelle“ unter der Haube. „Er schafft 72 Stundenkilometer, die angenehme Reisegeschwindigkeit liegt ungefähr bei 60 km/h, sonst wird es laut, dann muss man sich quasi anschreien“, erzählte der Barkas-Besitzer. Sein Fahrzeug war übrigens der einzige Dreiviertel-Tonner in der DDR. „Er war als Transporter unterwegs, und da wurde drauf geladen, was passte und nicht was durfte“. Heute gibt es davon noch ca. 1.500 Stück, „aber keiner davon mehr im Arbeitseinsatz“, so Packhäuser. Auch seine Ladefläche wird eher praktisch genutzt. Ein Generator ziert die Fläche, „Strom ist somit immer mit dabei“, grinste er. 

Unweit entfernt hatten es sich die Jungs von „Zweitaktdonner“ im Pool gemütlich gemacht. „So lässt es sich aushalten“, gaben sie zu und hatten ihre Vehikel dabei im Blick. Zu sehen gab es viele unterschiedliche Fahrzeuge, und originelle Kreationen: Das Schlafzelt auf dem Dach, oder die Schlafstätte aus dem Hinterteil eines Trabis und einem Zelt gefertigt. Viel zu tun hatten auch die Ersatzteilhändler. Gut gelaunt schritten sie zu Werke.

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