FDP will Bürger zum Ausbau der Herberner Aula befragen

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Die Aula steht für die FDP noch einmal auf dem Prüfstand.

Herbern - Mit einer Bürgerbefragung zum Aula-Ausbau in Herbern will FDP-Ratsherr Jochen Wismann die Meinung der Einwohner zu dem viel diskutierten Thema abklopfen. Der Rat soll in seiner Sitzung am Donnerstag, 16. Februar (18 Uhr Bürgerforum), die Verwaltung mit der Durchführung beauftragen, fordert der Liberale in einem Antrag an Bürgermeister Dr. Bert Risthaus.

Zum Hintergrund: Es stehen drei Varianten zur Wahl. Die kleinste Variante ist die – unumgängliche – energetische Sanierung, die mittlere Variante ein Umbau des Gebäudes im Bestand oder die große Variante mit einem Teilausbau plus Bühnentechnik. Nach den beiden größeren Ausbauvarianten ließe sich die Aula multifunktional nutzen. 

1,7 Millionen Euro sind für die große Variante im Haushaltsentwurf 2017 eingestellt. Geplant ist die vollständige Sanierung der Aula mit baulicher Erweiterung sowie Einbau von Bühnen- und Veranstaltungstechnik. Das Vorhaben sei allerdings unter dem Aspekt gefasst worden, dass die Profilschule Hauptnutzer des Gebäudes sein werde.

 „Weitere außerschulische Veranstaltungen waren nicht Grundlage dieser Entscheidung. Unabhängig davon würde die reine energetische Sanierung in Höhe von 0,5 Millionen Euro völlig ausreichen“, schreibt Wismann. Mit dem Auslaufen der Profilschule in fünf Jahren entfalle der „wesentliche Grund für den Neubau der Aula“, sieht er Handlungsbedarf. 

„Die zukünftige Gesamtschule wird ausschließlich am Standort Ascheberg untergebracht und die Gebäude in Herbern nicht nutzen.“ Die Nutzungsdauer einer neuen Aula sei bei der Abschreibung im Haushalt mit 50 Jahren anzusetzen. Bei dieser neuen Ausgangslage sei das Vorhaben erneut zu überdenken und zu hinterfragen.

 Er schlägt deshalb vor, die Meinung der Bürger zu dieser Investition einzuholen. Mit Hinweis auf die noch ungeklärte Parkplatzfrage sieht der Liberale außerdem weitere Kosten auf die Gemeinde zukommen. „In Summe würden sich die Gesamtkosten auf über zwei Millionen Euro belaufen, die von den Bürgern in der Gemeinde Ascheberg über höhere Steuern zu tragen wären“, schreibt er. 

Die Befragung könne parallel zur Landtagswahl am 14. Mai in separaten Räumlichkeiten erfolgen.

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