Umzug am Nelkendienstag

11 Wagen, fast 20 Fußgruppen: Jeckes Treiben in Nordkirchen

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Der inklusive Karnevalsumzug hat am Dienstag viele Besucher nach Nordkirchen gelockt. Bei trockenem Wetter startete der Zug auf dem Schulhof der Maximilian-Kolbe-Schule und endete am Bürgerhaus.

Nordkirchen – Die große Tour durch den Dorfkern am Nelkendienstag ist traditionell der Höhepunkt des Nordkirchener Karnevals. In diesem Jahr führten Prinz Erik und Prinzessin Madeleine aus den Caritaswerkstätten den inklusiven Umzug an.

Für Bürgermeister Dietmar Bergmann gab es dazu ein kleines Jubiläum, denn bereits zum zehnten Mal fuhr er auf dem Prinzenwagen mit.

Als Eintrittskarte fungiert stets der Schlüssel der Gemeinde, den Bergmann kurz vor dem Start auf dem Hof der Maximiliam-Kolbe-Schule an Prinz Erik und Prinzessin Madeleine übergab.

Nelkendienstagsumzug in Nordkirchen

Elf große Wagen und fast 20 Fußgruppen begaben sich nach der Schlüsselübergabe als Startsignal auf die etwas über drei Kilometer lange Runde durch die Gemeindemitte. Bereits zum 20. Mal haben Wolfgang Hülsbusch und Andreas Pelster den Umzug vorbereitet.

Nach Volkmarsen: Sicherheitskonzept wurde überprüft

Da fast alle Mitwirkenden des Umzugs regelmäßig dabei sind, eigentlich eine routinierte Aufgabe, dennoch sorgten die jüngsten Geschehnisse mit 60 Verletzten beim Karneval in Volkmarsen dafür, dass das Duo zusammen mit der Gemeinde am Dienstagmorgen das bestehende Sicherheitskonzept noch einmal überprüft hat. Änderungen seien aber nicht nötig gewesen. „Das ist schon traurig, wenn man bedenkt, dass wir vor 20 Jahren mit nur einem Dorfpolizisten angefangen haben“, bedauert Wolfgang Hülsbusch.

Ein Motto gibt es für den Umzug schon seit längerer Zeit nicht mehr. „Da ist uns die Vielfalt einfach wichtiger. Wir gucken die Wagen vorher an, aber bisher ist nichts dabei gewesen, was wir nicht beim Zug dabei haben wollten“, sagte Andreas Pelster.

„Das ist mit die schönste Veranstaltung, die ein Jahr zu bieten hat“

Bürgermeister Dietmar Bergmann ist ein überzeugter Anhänger des integrativen Umzugs. „Das ist mit die schönste Veranstaltung, die ein Jahr zu bieten hat. Es macht großen Spaß, mit dem Prinzenpaar unterwegs zu sein und die vielen Leute auf der Straße zu sehen. Das Besondere ist, dass die Begeisterung in den Jahren nicht abgenommen hat.“

Ein Indiz für den Erfolg des Umzugs sei zudem, dass im Laufe der Jahre die Anzahl der Fußgruppen immer wieder gestiegen sei. Die Arbeit oben auf dem Wagen sei im Übrigen nicht zu unterschätzen. „Teilweise müssen auf dem Weg Äste angehoben werden und zudem muss man aufpassen, dass das Prinzenpaar nicht zu schnell die Kamellen verteilt, sodass es am Ende des Wegs keine Engpässe gibt“, so Bergmann.

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