Landwirt Reimann organisiert Protest gegen Gasbohren

Ruft zur Teilnahme am Protest gegen das Gasbohren auf: der Vorsitzende der Herberner Landwirte, Gerhard Reimann.

HERBERN - Wenn einige Anwohner im Bereich der geplanten Gas-Bohrstelle in Nordick am nächsten Samstag, 6. Dezember,  die Gelegenheit bekommen, Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) zu einem kurzen Gespräch zu treffen, bekommen sie plakative Unterstützung aus Herbern. Der Vorsitzende der Herberner Landwirte, Gerhard Reimann, ruft zum gemeinsamen Protest auf.

An der Einfahrt zum Gelände der Firma Klaas Alu-Kranbau in Ascheberg, wo Hendricks erwartet wird, wollen sich Mitglieder des Landwirtschaftlichen Ortsverbands, der Landfrauen und der Landjugend ab 10 Uhr zusammen mit den Anwohner postieren und auf ihre Kernforderungen zum Thema Gasbohren hinweisen. Ministerin Hendricks wird wie angekündigt im Laufe des Vormittags als Gastrednerin beim Parteitag des SPD-Unterbezirks Coesfeld erwartet.

Die Forderungen:

- Sofortige Umkehrung der Beweislast

- Umweltverträglichkeits- prüfungspflicht auch bei Kleinprojekten

- Verpflichtung zu wert- beständigen Sicherungs- rücklagen des antrag- stellenden Unternehmens.

Den gemeinsamen Protest kündigte am Mittwoch Gerhard Reimann an, der Vorsitzende der Herberner Landwirte. Er ruft alle Mitglieder der Verbände dazu auf, an der Demonstration teilzunehmen. Man wolle deutlich machen, dass man die Pläne der Bundesregierung zum Thema Probegasbohren unter den derzeitigen rechtlichen Bedingungen und auch die Lockerung der Frackinggesetze nicht widerstandslos hinnehmen wolle, sagt Reimann.

Die Anwohner der geplanten Probegasbohrstelle in Nordick wollen sich an der Demo beteiligen. „Die Risiken der geplanten Probegasbohrung bedeuten für die Anwohner unter jetzigen Gesetzen eine stille Enteignung und Existenzverlust“, heißt es. Auch hätten sie große Angst um ihr Trinkwasser, da alle auf Eigenwasserversorgung angewiesen seien.

Um den Forderungen und Bedenken Nachdruck zu verleihen, sollen die „Roten Hände“ zum Einsatz kommen, kündigte Gerd Reimannn im WA-Gespräch an. Sie sollen signalisieren, dass man gegen die geplante Probegasbohrung in Herbern unter den derzeitigen rechtlichen Rahmenbedingungen und gegen jede Art von Fracking sei.

„Wir wollen zeigen, dass wir viele sind“, sagt der Vorsitzende über die Demonstration, die sich im Übrigen auf rein optische Meinungsäußerungen, sprich: „Rote Hände“ und Plakate beschränken soll. Die Anwohner aus Nordick treffen sich um 9.30 Uhr bei Clemens Meinke. - gh

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