Zweites Klimaforum in Ascheberg:

Klima- und Umweltschutz: Einwohner regen viele Projekte an

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Diskutierten mit den Aschebergern über Klima- und Umweltschutz: Bettina Gottwald, Susanne Schütte, Martin Wolf, Thomas Stohldreier und Gesche Ahmann.

Ascheberg – Unter dem Etikett „Nachhaltiges DAH“ bündeln engagierte Einwohner künftig in Davensberg, Ascheberg und Herbern bürgerschaftliche Projekte, die sich mit Klima-, Umwelt- und Artenschutz befassen. 

Und weil beim zweiten Ascheberger Klimaforum die Ideen für verschiedene Aktivitäten nur so sprudelten, erschien der Begriff Klimaforum zu eng und wurde verworfen. Interessierte wollen künftig in fünf Gruppen aktiv werden: Energie/erneuerbare Energien, Ernährung, Plastikvermeidung, Artenvielfalt im Garten sowie Blühflächen und Anpflanzungen (Innen- und Außenbereich).

Die Teilnehmer des Mitmach-Abends gingen am Mittwoch auch gleich an die Arbeit, sammelten Themen und regten Projekte an. Besonders wichtig war die Vernetzung miteinander über einen Verteiler. Die Fäden laufen bei Aschebergs Klimaschutzmanager Martin Wolf zusammen. „Es ist alles freiwillig, man kann jederzeit bei der Gruppenarbeit ein- oder aussteigen“, sagte Mitinitiatorin Susanne Schütte. 

Schaugarten auf dem Schulgelände

Der Vorschlag, an der Profilschule einen Schaugarten mit naturnahen Gestaltungsideen anzulegen, kam gut an. Ideengeberin und Profilschullehrerin Katrin Wachsmann fand auf Anhieb Mitstreiter. Zum Oberthema Anpflanzungen kamen besonders viele Anregungen. Eine davon ist die Idee von Frank Holtrup, gemeindliche Flächen im Außenbereich zu identifizieren und mit Bäumen und Sträuchern zu bepflanzen. Um deren Pflege sollten sich dann Bürger kümmern, riet er. 

Blühflächen und neue Bäume

Das Patenschaftsmodell, also die ehrenamtliche Pflege von Blühflächen und Ähnlichem, solle generell neu belebt werden, hieß es aus der Runde. Die umweltbewegten Bürger sammelten weiter: Baumpflanz-Aktionen in Zusammenarbeit mit Vereinen, notierte Wolf auf der Liste ebenso wie die Idee, mit Kindern, Obst unter den Straßenbäumen (zum Beispiel am Windmühlenweg) zu sammeln und zu Saft zu verarbeiten. Auch das „Abgucken“ bei erfolgreichen Initiativen wie der Stiftung Waldschule in Niedersachsen schlugen die Teilnehmer vor. Dabei pflanzen Kinder Bäume und pflegen sie. „Man muss die Kinder und Jugendlichen mitnehmen“, hieß es. Ein weiterer Vorschlag: „Kochkurse – auch mal fleischlos.“ 

Aktivitäten zur Plastikvermeidung

Aktivitäten zur Plastikvermeidung stießen ebenfalls auf Interesse und ein weiterer Teilnehmer rückte den Komplex Klimaschutz, CO2-Vermeidung und regenerative Energien wie Photovoltaik in den Fokus. Neben der Vernetzung untereinander darf auch der Blick auf bestehende Gruppen und Initiativen, die sich mit Umwelt- und Naturschutz und Nachhaltigkeit beschäftigen, nicht fehlen. Karoline Stermann aus Davensberg, die sich seit Jahren dem Igelschutz widmet und mit 15 Mitstreitern im November eine NABU-Untergruppe Igel gegründet hat, warb um Unterstützung. „Organisatorische und finanzielle Hilfen sind gefragt“, sagte sie. Die Gruppe informiert mit Ständen wie etwa beim Lüdinghauser Frühling oder vor Schulklassen über das Thema. 

Gisela Lamkowsky vom Heimatverein Herbern kündigte die Ausstellung „Zum Wegwerfen zu schade?!“ an, die Anfang Mai im Heimathaus öffnet. Die Ausstellung geht der Frage nach, wie die Menschen früher Gebrauchtes wieder verwerteten. Die Naturtrainerinnen des Vereins führten Kinder aus den Herberner Kitas an Projekte wie Mülltrennung und -vermeidung heran, ergänzte sie.

Info: Das nächste Treffen ist am 19. Mai. Kontakt: Martin Wolf, E-Mail: wolf@ascheberg.de.

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