Verwaltung antwortet auf Bürgerkritik: „Analyse-Ergebnis ist schlüssig“

Diskussion um Altenhammstraße geht weiter

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Die Altenhammstraße bleibt im Gespräch. 

Herbern – Die Verkehrssituation auf der Altenhammstraße in Herbern bleibt auch weiterhin im Gespräch.

„Kein Handlungsbedarf“, hatte Gutachter Jean-Marc Stuhm (Büro Stadtverkehr Hilden) im Fachausschuss mit Blick auf die Verkehrsdichte attestiert. In einem Bürgerbrief an die Verwaltung hatten Anwohner aus der Altenhamm- und Bergstraße mit Unverständnis auf das Gutachter-Ergebnis reagiert und verkehrsberuhigende Maßnahmen wie Tempolimit oder Lkw-Verbot vorgeschlagen. 

Fachbereichsleiter meldet sich 

Jetzt antwortete Klaus van Roje, Fachbereichsleiter Bauen und Wohnen, auf das Bürgerschreiben. „Die Altenhammstraße ist nach Alter und Beschaffenheit und aufgrund ihrer historisch gewachsenen Struktur a-typisch“, bestätigte er in diesem Punkt die Einschätzung der Absender. Für den als verträglich angesetzten Spitzenwert von 1 900 Autos pro Tag sei die Dorfstraße zu schmal, finden die Absender des Schreibens. Die Verwaltung folgt der Einschätzung des Gutachters. 

Das Ergebnis der Analyse sei mit Blick auf die Verkehrsdichte „schlüssig und nachvollziehbar“, so van Roje. Gleichwohl will man die Diskussion weiterführen und plant einen Workshop. An dem dem Treffen, das in der ersten März-Hälfte stattfinden soll, kommen Bürger, Polizei, die Straßenverkehrsbehörde des Kreises Coesfeld, Gutachter und Verwaltung zur Beratung zusammen. Auch die Marienschule, die ein „vorbildliches Projekt“ durchführe, werde eingeladen, betonte van Roje. 

Viel Diskussionsstoff für Anwohner

Im Dorf und bei den Anwohnern sorgt das Thema Altenhammstraße für reichlich Diskussionsstoff. „Es gibt viele, die sich äußern, anrufen oder schreiben“, sagt der Bauamtsleiter. Die Meinungen seien kontrovers. Die Mehrzahl der Rückmeldungen sei dafür, den Statuts quo zu halten. „Wir sind es so gewohnt. Wenn man vernünftig parkt und nicht zu schnell fährt, gibt es auch keinen Handlungsbedarf“, fasst van Roje eingegangene Äußerungen zusammen. Über Verbesserungen will man weiterhin reden. 

„Alle, die sich äußern, werden zu dem Workshop eingeladen, versichert der Bauamtsleiter. An der Gutachter-Empfehlung, mit einem „Bypass“ am Haselbüschken die Verkehrssituation etwas zu entlasten, wird gearbeitet. Für die angedachte Verbreiterung der Verbindung zwischen B54 über Menses Mühle und Haselbüschken bis zur Altenhammstraße sei die Verwaltung weiterhin in Gesprächen mit den Grundstückseignern an der Strecke, schilderte van Roje.

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