Sparkassen Westmünsterland und Gronau fusionieren

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Besiegelten den Zusammenschluss der Sparkasse Gronau und der Sparkasse Westmünsterland: (vorne von links) Bürgermeisterin Lisa Stremlau, Landrat Dr. Kai Zwicker, Bürgermeisterin Sonja Jürgens, Landrat Konrad Püning,; (hinten von links) Wilfried Hammans, Vorstandsvorsitzender Sparkasse Gronau, Heinrich-Georg Krumme, Vorstandsvorsitzender Sparkasse Westmünsterland, Sebastian Laschke, Verwaltungsratsvorsitzender Sparkasse Gronau.

Ascheberg/Nordkirchen - Die Sparkassen Westmünsterland und Gronau gehen gemeinsame Wege: Am Dienstag unterzeichneten die Vertreter der Sparkassenträger den Fusionsvertrag. Mit einer Bilanzsumme von 6,9 Milliarden Euro entsteht zum 31. August das drittgrößte Institut in Westfalen-Lippe.

In Gronau wird die Sparkasse die Kundenberatung insgesamt ausbauen wie auch spezialisieren. Gronaus Bürgermeisterin Sonja Jürgens freut sich auf das neue Kapitel in der 130-jährigen Geschichte der Sparkasse in Gronau: „Vor allem können wir alle sicher sein, dass Wirtschaft und Bevölkerung in Gronau auf Dauer eine leistungsfähige Sparkasse zur Verfügung steht.“ Angesichts der Herausforderungen gerade für kleinere Institute sei sie auch als direkte Nachbarin und gute Bekannte die ideale Fusionspartnerin.

Die Gronauer Interessen sieht sie wie auch der Verwaltungsratsvorsitzende, Sebastian Laschke, gewahrt. Neben einer dauerhaft leistungsfähigen Sparkasse profitiere Gronau mit einem Anteil von 5,59 Prozent an künftigen Ausschüttungen aus dem Sparkassenjahresüberschuss sowie einer Kapitalerhöhung der Gronauer Sparkassenstiftung von insgesamt drei Millionen Euro bis 2019.

Landrat Dr. Kai Zwicker wies auf den Sparkassenzweckverband hin, in dem sich die beiden Kreise und sieben Kommunen zusammengeschlossen haben.

„Wir alle haben Interessen, die wir gemeinsam besser vertreten können als alleine. Die Sparkasse wird für alle einen guten Nutzen bringen“, so der Verwaltungsratsvorsitzende der Sparkasse Westmünsterland. Schon 2003 hätte man sich darauf verständigt, anderen Sparkassen den Beitritt zu ermöglichen, sofern eine sinnvolle Entwicklung erreicht werden könne. „2011 ist Stadtlohn hinzugekommen, jetzt ist es Gronau.“

Das gute Miteinander unterstrich Konrad Püning, Landrat und Vorsitzender Verbandsversammlung der Sparkasse Westmünsterland: „Eine Sparkasse für einen Wirtschaftsraum macht Sinn. Wenn dann noch die Zahlen und die Chemie stimmig sind, steht einer erfolgreichen gemeinsamen Zukunft nichts im Wege.“ So sei die Sparkasse Westmünsterland seit 2003 unterwegs, ganz zur Freude der kommunalen Träger.

An die Fusionserfahrung der Sparkasse Westmünsterland mit insgesamt 14 Vorgängerinstituten erinnerte deren Vorstandsvorsitzender, Heinrich-Georg Krumme: „Allein seit 2002 gab es fünf Zusammenschlüsse in verschiedenen Konstellationen.“

Besonders wichtig sei, die persönliche Präsenz und Kompetenz vor Ort sicherstellen und die erforderliche Spezialisierung bieten zu können. Die Unternehmensgröße ermögliche dies und biete den Kunden im Kreditgeschäft bessere Möglichkeiten. „Wir können deutlich höhere Kredite ´im Haus´ entscheiden, als es kleinen Instituten möglich ist.“ Aus dem Stand könne die Sparkasse über drei Milliarden Euro zusätzlich verleihen, eine Nachfrage vorausgesetzt.

Wilfried Hammans, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Gronau, sieht in der neuen Sparkasse gerade auch für die Mitarbeiter viele Möglichkeiten. Es werde keine fusionsbedingten Kündigungen geben. „Vielmehr hat die Sparkasse Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern.“ Die neue Sparkasse böte ein breites Weiterbildungsangebot und einen interessanten internen Stellenmarkt. - red

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