Verein wird 70 Jahre alt

Herberns Geflügelzüchter laden zur Schau auf Hof Feldmann ein

Vorsitzender Rainer Nienhaus (links) und Ausstellungsleiter Ralf Nienhaus haben zahlreiche Fotos und Dokumente für das 70-jährige Vereinsbestehen aus dem Archiv gesucht.

Herbern – Der Geflügelzuchtverein Eintracht Herbern feiert am Wochenende 23./24. November bei seiner alljährlichen Vereins- und Kreisschau das 70-jährige Bestehen. Mitgliedern sowie Freunde und Interessierte sind willkommen.

Gegründet wurde der Verein im Jahr 1949. Dem Gründungsvorstand gehörten neben dem ersten Vorsitzenden Franz Wippermann noch Willi Hönekop (2. Vorsitzender), Karl Neuhoff (Schriftführer), Heinrich Fischer (Kassierer), Bernhard Heimann (2. Kassierer) und Johann Weber (Zuchtwart) an.

Wie aus den Unterlagen von damals hervorgeht, bestanden zum Kreisverband Lüdinghausen keine Beziehungen, deshalb schloss man sich dem „Kreisverband Münster Stadt und Land“ an.

Zunächst wurde für den Kochtopf gezüchtet

Heute, sieben Jahrzehnte später, steht Rainer Nienhaus als erster Vorsitzende dem Verein mit über 40 Mitgliedern vor. Die Unterschiede der Interessen von damals zu heute beschreibt er so: Während es in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg, in den ersten Jahren des Vereinsbestehens also, vor allem darum gegangen sei, Hühner, Enten, Gänse und Tauben für den eigenen Kochtopf zu züchten, stehe heute der Spaß an der Rassezucht im Vordergrund.

Ein Jahr nach der Vereinsgründung wurde am 16. und 17. November 1950 bereits die erste Ausstellung in der Gaststätte Bathe auf die Beine gestellt. Ganz so einfach lief das organisatorisch noch nicht. Käfige mussten sich die Vereinsmitglieder aus Münster ausleihen und diese von dort nach Herbern transportieren.

Die Eintracht setzte schon früh auf eine aktive Jugendarbeit, 1956 wurde die erste Jugendgruppe gegründet. Neun Jungzüchter schlossen sich der Gruppe damals an.

„Das Leben ohne die Eintracht wäre um einiges langweiliger“

Für Rainer Nienhaus ist der Geflügelzuchtverein eng mit seiner Familie verwurzelt. Sein Opa Karl Neuhoff war von 1953 bis 1965 Vorsitzender des Vereins, sein bereits verstorbener Vater Ulrich übernahm das Amt von seinem Schwiegervater und stand von 1965 bis 1990 und 1992 bis 1999 insgesamt 32 Jahre an der Spitze des Vereins. Seit über zehn Jahren führt Rainer Nienhaus dieses „Vereinserbe“ fort. „Das Leben ohne die Eintracht wäre um einiges langweiliger“, sagt der leidenschaftliche Geflügelzüchter. „In all den Jahren haben wir schon einiges erlebt. Die After-Partys bei den Ausstellungen sind legendär.“

Neben den Ausstellungen, die einmal im Jahr stattfinden, veranstaltet die Eintracht in regelmäßigen Abständen Ausflüge, Jungtierbesprechungen und Stallbegehungen, aber auch Aufklärungsarbeit in Kitas unter dem Motto „Vom Ei zum Huhn“. Gemeinschaft wird hier groß geschrieben und die Jugend für die Geflügelzucht begeistert. Besonders stolz sei man auf die Jugendarbeit, die seit einigen Jahren erfolgreich von Frank Thiäner organisiert wird.

Erstmals gibt's auch Flammkuchen

Für die anstehende Geflügelausstellung auf dem Hof der Familie Feldmann in der Bauerschaft Horn ist alles fertiggestellt. Die Tiere werden am Freitag, 22. November, eingesetzt und von den Preisrichtern bewertet. Für das leibliche Wohl sorgen wie immer die Mitglieder des Vereins. „Neu im Angebot ist in diesem Jahr leckerer Flammkuchen“, verspricht Ausstellungsleiter Ralf Nienhaus. Alle interessierten Gäste sind willkommen.

Die Zeiten:

Am Samstag, 23. November, ist die Ausstellung ab 15 Uhr geöffnet.
Am Sonntag, 24. November, können die 260 Tiere von rund 50 Ausstellern ab 10 Uhr bewundert werden.

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