Kaufmannschaft „Herbern Parat“ beschließt bei Versammlung die Absage des Festes

Wegen Coronavirus: Frühlingsfest in Herbern ist abgesagt

+
Aufgrund der Coronavirus-Entwicklung hat die Kaufmannschaft „Herbern Parat“ ihr Frühlingsfest am 5. April abgesagt.

Herbern. Nun hat es auch das Frühlingsfest in Herbern getroffen: Aufgrund der Coronavirus-Entwicklung sagt die Kaufmannschaft „Herbern Parat“ ihr geplantes Frühlingsfest am 5. April (Sonntag) ab.

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, aber wir haben schließlich eine Verantwortung zu tragen“, sagte am Dienstagmorgen der erste Vorsitzende der Kaufmannschaft, Thomas Ritz. Am Montagabend hatte sich der Vorstand zur außerplanmäßigen Versammlung getroffen und das Thema auf den Tisch gebracht. „Die Abstimmung war einstimmig“, so der Vorsitzende. Der Vorstand begründete die Entscheidung außerdem damit, dass man jetzt noch handeln könne, um den Schaden so gering wie möglich zu halten. „Je mehr wir jetzt dem Datum entgegenkommen, desto schwieriger wird es mit der Schadensbegrenzung“, ergänzt Ritz. 

Gewerbetreibende schließen sich Empfehlung an

Die Kaufmannschaft schließt sich damit der Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann an, die empfohlen haben, Veranstaltungen, zu denen mehr als 1.000 Personen erwartet werden, abzusagen. Bei gutem Wetter lockt die Veranstaltung in Herbern nach Einschätzung von Ritz bis zu 10.000 Besucher.

Angebote gelten wegen Absage schon am Samstag

Marktmeister Manfred Suthues verkündete die Nachricht auf der Homepage der Kaufmannschaft und informierte die 60 Händler, die sich für das Fest bereits angemeldet hatten. „Es ist schade, keine Frage. Die Angebote, die unsere Geschäftsleute für das Frühlingsfest für die Kunden bereits geplant haben, werden nun während der Geschäftszeiten am Samstag, 4. April, greifen“, sagte Suthues. Der Angebots-Prospekt der Herberner Unternehmen, der am 28. März verteilt wird, behält demnach seine Gültigkeit. Das heißt, alle Angebote im Prospekt stehen unabhängig von der Absage des Frühlingsmarktes zur Verfügung. 

Entwicklung nicht absehbar

Auch Ordnungsamtsleiter Rolf Kehrenberg von der Gemeinde Ascheberg kann die Entscheidung der Kaufmannschaft nachvollziehen. „Wie sich alles entwickelt, wissen wir auch nicht, aber jetzt ist noch Zeit genug, alles zu regeln und eventuell aus schon bereits geschlossenen Verträgen noch einigermaßen raus zu kommen“, sagte Kehrenberg. Dieser Aussage schloss sich auch Thomas Ritz an und fügte ergänzend hinzu: „Was bringt es, wenn die Veranstaltung stattfindet und keiner kommt. Das wäre dann wahrscheinlich das nächste Problem.“

Kein Ersatz-Termin für das Fest

Die Verantwortlichen haben sich zudem bewusst dafür entschieden, das Fest nicht in einen der nächsten Monate zu verschieben. „Die Situation lässt sich schwer einschätzen und wir wissen ja nicht, was noch kommt“, so Ritz. Dazu seien viele der Angebote beim Frühlingsmarkt saisonal, bei einer Ausrichtung des Festes beispielsweise im Juni sei dann für viele Anbieter die Saison schon gelaufen, meint Ritz.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare