Unternehmer Raguse hat Menninghaus erworben und plant Umbau für Senioren

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Das ehemalige Modehaus Menninghaus will Unternehmer Joachim Raguse unter anderem für eine Demenz-Wohngruppe umbauen.

Herbern - Im Herzen Herberns wird sich das Ortsbild wohl weiter ändern: Das Ladenlokal des ehemaligen Modehauses Menninghaus, heute Sitz des Sozialkaufhauses, hat einen neuen Eigentümer mit neuen Ideen für die viele Jahre prägende Immobilien an der Südstraße.

Der Herberner Geschäftsmann Joachim Raguse hat vergangene Woche in einer Zwangsversteigerung das dort aufgerufene Teileigentum an dem Objekt erworben. Er will dort eine Demenz-Wohngruppe für zwölf Senioren, zwei Einlieger- und eine Penthousewohnung errichten.

„Die Pläne werden gerade erarbeitet. Ich denke, dass wir im Sommer mit dem Aus- und Umbau beginnen können“, sagte Raguse. Er hat der Südstraße schon mit dem Abriss von Haus Bathe und dem Neubau ein anderes Antlitz verliehen. Anstelle des früheren Modehauses will er nun fortführen, was er mit dem Pflegedienst Jakubke aus Werne als Partner an der Hombrede begonnen hat. Dort errichtete der Unternehmer einen Neubau, in dem sich der Pflegedienst um die dort wohnenden Senioren kümmert. Das Konzept soll nun auch an der Südstraße umgesetzt werden.

Demenz-Wohngruppe in Planung

Die Zahnarztpraxis im ersten Stock samt der darüber liegenden Wohnung des Arztes sind davon nach Raguses Worten nicht berührt. Den hinteren Teil des Gebäudes mit Zugang über Homanns Hof will Raguse abreißen, um Neues zu schaffen. Das Sozialkaufhaus im Ladenlokal an der Südstraße wird ausziehen müssen. „Ich werde die Einrichtung nicht auf die Straße setzen“, versprach Raguse, mit den ehrenamtlichen Helfern aus dem Pfarrbezirk St. Benedikt nach einer Lösung zu suchen. Dafür sei Zeit bis zum Sommer.

„Wir sind ja froh, dass wir so lange hier sein durften. Wie es weitergeht, darüber ist noch nichts entschieden“, sagte Hubert Schumacher, der Leiter des Kaufhaus-Teams. Die Versteigerung war wiederholt anberaumt, den Helfern bewusst, dass sie nur auf Zeit eine Bleibe an der Südstraße haben.

Sozialkaufhaus im Ladenlokal muss ausziehen

Ehe er den Umzug angeht, möchte Schumacher aber Grundsätzliches geklärt wissen: Ist das Helfer-Team bereit, die Arbeit fortzusetzen? Und was sagen die Steuerungsgruppe wie auch die Kirchengemeinde dazu? Auch die neuen Räume müssten passen: „Wenn ich das weitermache, dann nur am Standort Herbern.“

Peter Kaufmann von der Bauverwaltung der Gemeinde Ascheberg bestätigte auf Anfrage, dass es Gespräche mit dem neuen Eigentümer über dessen Absichten gegeben habe. Ob die Ideen so umsetzbar sind, ließe sich jetzt aber noch nicht beurteilen: „Es liegen sind ja noch keine Pläne vor. Wenn die Entwürfe da sind, wird man weiter sehen.“

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